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PMS 45/10 v. 25.11.2010
v.l.: Sebastian Böstel, Vorstand Paritätischer Niedersachsen, Annette Piechota, stellvertretende Vorsitzende DKSB Niedersachsen, Hans Weinert, Beisitzer im Vorstand des DKSB Niedersachsen, Cornelia Rundt, Vorstand Paritätischer Niedersachsen, Johannes Schmidt, Vorsitzender des DKSB Niedersachsen, Werner Köneke, kooptiertes Vorstandsmitglied des DKSB Niedersachsen und Antje Möllmann, Geschäftsführerin der Geschäftsstelle des DKSB-Landesverbands.

Vorstände des Paritätischen und des Kinderschutzbunds intensivieren Zusammenarbeit

Der Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V., Cornelia Rundt und Sebastian Böstel, hat sich am heutigen Donnerstag, 25. November, in Hannover mit Johannes Schmidt, Vorsitzender des Vorstands des Deutschen Kinderschutzbunds (DKSB) Landesverband Niedersachsen, und Antje Möllmann, Geschäftsführerin der Geschäftsstelle des DKSB-Landesverbands, getroffen. Zweck des „Vorstandsgipfels“ war der allgemeine Austausch über soziale Themen, die beide Verbände betreffen, und über Ideen, die die bislang erfolgreiche und fruchtbare Zusammenarbeit noch besser machen sollen.

„Die gute Kooperation zwischen den Landesverbänden des Paritätischen Niedersachsen und des Kinderschutzbunds Niedersachsen ist unter anderem deshalb so erfolgreich, weil wir sich unsere Arbeitsfelder vielfach überschneiden und wir ein starkes Büdnis zugunsten der Kinder bilden“, erklärt Cornelia Rundt. Zahlreiche Projekte und Kampagnen haben der Paritätische und seine Mitgliedsorganisation Kinderschutzbund in der Vergangenheit gemeinsam gestaltet, und daran soll sich auch nichts ändern, im Gegenteil: Der Paritätische und der Kinderschutzbund wollen weiterhin gemeinsam aktiv die sozial- und kinderpolitische Landschaft in Niedersachsen mit prägen.

Im Mittelpunkt des aktuellen Interesses des Vorstandstreffens stand dabei vor allem ein aktuelles Projekt, das in diesen Tagen in den ersten teilnehmenden Einrichtungen startet: „Sichere Orte - Institutionelle Qualitätsentwicklung zur Umsetzung von KinderRechten in Jugendhilfe-Einrichtungen“ heißt das Projekt, das Konzepte zum Schutz von Kindern zur Prävention von und Intervention bei sexualisierten Übergriffen durch Mitarbeitende entwickeln und verbessern soll. Die Federführung des Projekts liegt bei der DKSB-Einrichtung Kinderschutz-Zentrum in Hannover, Projektleiterin ist Antje Möllmann. „Das Besondere an dem Projekt ist, dass es sich an alle Verantwortlichen in einer Organisation oder Einrichtung richtet“, erklärt Antje Möllmann. Die Leitungen der teilnehmenden Einrichtungen vertiefen ihre Kenntnisse über Selbstverpflichtung und Verfahrensregeln im Umgang mit Fällen von sexualisierter Gewalt gegen Kinder. Die MitarbeiterInnen stabilisieren und verbessern ihr Wissen, werden weitergehend über den Umgang mit Grenzwahrung und Rechte der Kinder informiert. Die Mädchen und Jungen selbst sind beteiligt, ihre Vorstellungen einzubringen, welches ihre Rechte sind und an wen sie sich im Fall von sexualisierter Gewalt wenden können. „Besonders im Fokus steht das Thema sexualisierte Gewalt seitens Mitarbeitender, deshalb ist es umso respektabler, dass sich die Einrichtungen damit beschäftigen und teilnehmen“, sagt Projektleiterin Antje Möllmann.

Mit der Kindertagesstätte Wietzegraben, einer Kita im Paritätischen Hannover, und der Remenhof-Stiftung, einer Jugendhilfeeinrichtung, nehmen zwei Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. aktiv an dem Projekt teil. Außerdem unterstützt der Paritätische Landesverband „Sichere Orte“ finanziell mit einer Beihilfe aus den sogenannten Toto-Lotto-Mitteln, jener Konzessionsabgabe, die der Lotteriestaatsvertrag (noch) möglich macht. Das Projekt, das für zunächst ein Jahr angelegt ist, macht so sehr anschaulich deutlich, warum der Landesverband für die Beibehaltung des Staatsmonopols beim Glücksspiel kämpft - ohne die Mittel aus den Konzessionsabgaben wäre „Sichere Orte“ weitaus schwieriger, wenn überhaupt, finanzierbar gewesen.

Umso erfreulicher für alle Beteiligten, dass mit „Sichere Orte“ ein weiteres Projekt der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Paritätischem Niedersachsen und Kinderschutzbund Niedersachsen starten konnte - darüber waren sich die Vorstände beider Verbände einig.