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PMS 29/11 v. 07.09.2011

Paritätischer ruft zur Kommunalwahl am 11. September auf: Jede Stimme zählt! 

Anlässlich der Kommunalwahl am Sonntag, 11. September, ruft der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger Niedersachsens auf, von ihrem demokratischen Grundrecht Gebrauch zu machen und sich an der Wahl zu beteiligen. „Wer nicht zur Wahl geht, verwirkt seine Chance, Einfluss auf die Gestaltung des sozialen Miteinanders unserer Gesellschaft zu nehmen“, sagt Cornelia Rundt, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. . „Jede Stimme zählt, jede Stimme kann dabei helfen, Niedersachsen noch lebens- und liebenswerter zu machen.“

Der Paritätische Niedersachsen hat im Vorfeld der Kommunalwahl einige aktuelle Themen zusammengestellt, die die Zukunft der sozialen Gesellschaft Niedersachsens auf den Prüfstein heben. Entscheidend ist dabei vor allem die dramatische Finanzsituation vieler Kommunen in Niedersachen, die teilweise hoch verschuldet sind und deren Kämmerer darauf drängen, immer mehr kommunale Leistungen abzubauen. Das ist fatal, denn das Leben spielt sich in der Kommune ab. Hier ist der Ort für soziale Belange, Bildung, Kultur und Sport. Verödet das Leben in den Kommunen, bedeutet das einen erheblichen Verlust von Lebensqualität und Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Kommune. Außerdem spricht sich der Paritätische Niedersachsen entschiedene dagegen aus, Sparzwänge auf dem Rücken der Schwächsten einer Gesellschaft auszutragen.

Der Paritätische Niedersachsen empfiehlt Wählern und Wählerinnen daher, ihre zuständigen Kandidatinnen und Kandidaten vor Ort an ihren Zukunftsplänen hinsichtlich einer sozial gerechten Kommune zu messen. Wie soll die Lebensqualität im ländlichen Raum sichergestellt werden? Was tut die Kommune zur Aufrechterhaltung einer angemessenen sozialen und gesundheitlichen Infrastruktur? Wie soll Inklusion umgesetzt werden und wie soll das Wunsch- und Wahlrecht Hilfebedürftiger gestaltet werden?

Eine soziale, gerechte Gesellschaft muss sich um ihre schwächsten Mitglieder kümmern. Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel muss eine angemessene Versorgung und Pflegeplanung älterer und hilfebedürftiger Menschen hohe Priorität haben. Hinsichtlich des Fachkräftemangels im sozialen Bereich müssen Anreize geschaffen werden, um dem immer höhen werdenden Bedarf an Fachkräften nachzukommen.
 
Nur wer am 11. September zur Wahl geht, kann mit seiner Stimme dazu beitragen, dass die soziale Daseinsvorsorge und eine ausreichende Gesundheitsversorgung in Niedersachsen Zukunft haben.