Kreisverband:
Mitgliederbereich
Wir in Ihrer Nähe

PMS 34/11 v. 18.10.2011

Merkels Verständnis für Protest gegen die Gier der Banken allein genügt nicht: Politik muss ihrer Umverteilungspflicht nachkommen!

Die Demonstrationen vieler besorgter Menschen gegen die Macht und Gier der Banken, die Auswirkungen der Bankenkrise sowie die Bereitstellung von Großkrediten an Pleitestaaten zeigen deutlich, dass sich weltweit Bürgerinnen und Bürger zusammeschließen, um gegen die immer weiter gehende Bereicherung der Reichen und Verarmung der Armen zu protestieren. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. begrüßt dieses Engagement, weist jedoch gleichzeitig daraufhin, dass die Stimme der Menschen sich nicht nur gegen die Finanzlobby, sondern auch für eine allgemeine Chancengleichheit aller Menschen erheben kann. „Es darf nicht vergessen werden, dem Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit wieder und wieder Ausdruck zu verleihen“, sagt Cornelia Rundt, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen.

Der Paritätische Niedersachsen hatte schon im vergangenen Jahr   mehrfach die Sparpläne der Bundesregierung, insbesondere für Langzeitarbeitslose, auf das Schärfste verurteilt. Die Beteiligung des Bankensektors an der Lösung der Finanzkrise war im Vergleich zu den Kürzungen im Sozialbereich geradezu lächerlich gering. Die Armen und Schwachen, die Arbeitslosen und die Familien, kurzum: Die, die unter der Finanzkrise sowieso am meisten litten, mussten den Gürtel noch enger schnallen, während Bereiche, die von Konjunkturprogrammen profitert hatten, glimpflich davon kamen.

Nun sollen erneut Steuermilliarden zur Euro-Rettung ausgegeben werden - viel Geld, von dem vor allem die Banken profitieren. Geld, das an anderer Stelle dringend benötigt wird. „Es gibt so viele sozial schwache, Not und Armut leidende und andere benachteiligte Menschen direkt hier im Land, direkt hier vor unserer Haustür, diese Menschen brauchen soziale Gerechtigkeit!“ sagt Cornelia Rundt. „Der Staat muss endlich wieder seine Umverteilungspflicht zugunsten der Benachteiligten, Armen und Familien wahrnehmen. Wir steuern auf den Punkt zu, an dem die Gier der Banken und die Machtlosigkeit der Politik den sozialen Frieden weltweit gefährdet.“