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PMS 18/12 v. 20.06.2012

Aufruf des Paritätischen: Diskussion um kindgerechten Ausbau der sozialen Leistungen fortsetzen - Kinder verdienen mehr!

Unpraktisch, viel zu bürokratisch und von Beginn an am echten Leben und den echten Bedürfnissen der Kinder vorbei geplant: So hat der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung mehrfach kritisiert. Im Bundesschnitt werden nur rund die Hälfte der bereit gestellten Mittel genutzt, in Niedersachsen sogar nur 40 Prozent. „Diese Zahlen sind skandalös. Die komplizierte Antragsstellung schreckt viel zu viele Eltern davon ab, ihre Ansprüche geltend zu machen“, sagt Sebastian Böstel, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen. Er fordert genaue Angaben seitens der Kommunen darüber, wie die nicht abgerufenen Mittel verwendet werden. „Das Land Niedersachsen ist hier ebenfalls gefordert, dort wo es kann, entsprechend auf die Kommunen einzuwirken, damit die Mittel so schnell und unbürokratisch wie möglich bei den Kindern ankommen.“

Das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung ist und bleibt ein Flop - eine gleichbleibend traurige Entwicklung, die für den Paritätischen keine Überraschung ist. Bereits vor gut zwei Jahren hat der Paritätische Gesamtverband gemeinsam mit vielen anderen Organisationen das Konzept „Kinder verdienen mehr“ vorgelegt: Ein Beitrag dazu, bessere Leistungen zu schaffen, die dem individuellen Bedarf von Kindern und Jugendlichen tatsächlich gerecht werden.

Die Forderungen bleiben aktuell. Es geht dabei insbesondere darum, einen Rechtsanspruch auf notwendige Leistungen im Kinder- und Jugendhilferecht zu verankern und damit die soziale Infrastruktur vor Ort zu stärken.

Die einzelnen Forderungen finden Sie im Internet auf der Seite www.kinder-verdienen-mehr.de

Die Seite dient gleichzeitig als Unterschriftenliste, auf der die Unterzeichner ihre Zustimmung zu den Zielen des Paritätischen und seiner Partner deutlich machen:

Wir möchten die Diskussion um eine bessere Förderung und den kindgerechten Ausbau der sozialen Leistungen weiter fortsetzen. Aus diesem Grund möchten wir mit einem gemeinsamen Aufruf erneut für die Vorschläge werben und damit gemeinsam mit zahlreichen Parnern für eine dringend notwendige Debatte um bessere Bildungs- und Teilhabechancen werben. Aus diesem Grund möchten wie Sie herzlich einladen, den beigefügten Aufruf zu unterstützen und laden Sie ein, sich als Organisation oder Privatperson auf unserer Internetseite als Unterstützer des Aufrufes einzutragen: Kinder verdienen mehr!

Wenn Sie auch unterstützen wollen, zeichnen Sie bitte auf:
www.kinder-verdienen-mehr.de