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PMS 24/12 v. 09.08.2012

Finanzierung der Umschulung als alleinige Alibirettungsaktion reicht nicht - Berufsbild der Pflege muss insgesamt attraktiver werden!

Die Pläne der Bundesregierung, die Umschulung von Arbeitslosen zu Alten- und Krankenpflegern komplett zu finanzieren, sind aus Sicht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. zu kurz gesprungen. „Um dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegen zu treten, reicht diese Maßnahme nicht aus“, sagt Sebastian Böstel, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen. „Der Bund muss mehr anbieten und darf die Förderung nicht als alleinige Alibi-Rettungsmaßnahme zur Fachkräftegewinnung im Berufsfeld Pflege stehen lassen!“

Für den Paritätischen Niedersachsen steht fest: Die Förderung der Umschlung ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. „Das Berufsfeld Pflege muss in der alltäglichen Arbeit attraktiver werden, um die dringend benötigten Fachkräfte zu gewinnen“, sagt Sebastian Böstel. Da die Gesellschaft unaufhörlich altert und der Pflegebedarf immer höher wird, kann es nur in unser aller Interesse sein, für mehr engagierte und motivierte Fachkräfte im Bereich der Pflege zu sorgen. Dafür ist es dringend notwendig, die Rahmenbedingungen zu verbessern. „Um eine höhere Attraktivität des Berufsfeldes zu erreichen fordern wir daher weniger Bürokratie, einen Abbau der Arbeitsverdichtung und eine höhere Vergütung der Pflegeleistung durch die Pflege- und Krankenversicherung“, sagt Sebastian Böstel.

Hier sieht der Paritätische Niedersachsen klar die Bundesregierung in der Pflicht und fordert sie auf, die Finanzierung der Umschulung nur als ersten Schritt auf dem Weg zur Attraktivitätssteigerung des Berufsfeldes Pflege zu sehen.