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PMS 02/13 v. 16.01.2013

Paritätischer kritisiert Pläne zum Schließen der Betreuungslücke: Größere Gruppen sind nicht akzeptabel - Versäumnisse nicht auf Rücken  der Kinder ausbaden!

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. kritisiert die Vorschläge des Städte- und Gemeindebundes, Kita-Gruppen zu vergrößern, um die zu erwartende Betreuungslücke zu schließen. „Eine Vergrößerung der Gruppen würde bedeuten, die Versäumnisse beim Ausbau der Krippenplätze auf dem Rücken der Kinder, Eltern und Erzieherinnen und Erzieher auszubaden. Das ist für uns keineswegs hinnehmbar“, sagt Sebastian Böstel, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen.

Dass Eltern ab dem 1. August einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für unter Dreijährige haben, kommt ebenso wenig überraschend wie die Tatsache, dass die vorhandenen Plätze in Niedersachsen nicht ausreichen werden, um diese Ansprüche zu erfüllen. Die Betreuungslücke ist ein altes Thema, ebenso alt ist der Aufruf des Paritätitschen Niedersachsen, endlich klare und vernünftige Konzepte zur Schließung dieser Lücke zu entwickeln, ohne dass die Kitagruppen noch größer oder die Räume noch kleiner werden. „Eine Absenkung der Standards als vermeintliche Lösung ist nicht akzeptabel“, sagt Sebastian Böstel.

Erzieherinnen und Erzieher sind schon jetzt in vielen Einrichtungen aufgrund zu großer Gruppen überlastet. Die Ideen des Städte- und Gemeindebundes würden diesen Zustand lediglich verschärfen - was zu einer noch höheren Belastung für die Fachkräfte und letzlich auch einer weniger intensiven Betreuung für die Kinder führen würde. „Es ist stattdessen dringend erforderlich, dass mehr Geld in den zielgerichteten Ausbau von Kindertagesstätten und Krippen fließt und mehr Fachkräfte geworben werden“, sagt Sebastian Böstel. „Das Berufsbild der Erzieherinnen und Erzieher muss künftig durch eine bessere Refinanzierung attraktiver gestaltet werden.“

Der Paritätische Niedersachsen fordert die künftige Landesregierung auf, sich zügig um den Ausbau der Krippenplätze zu kümmern und dafür zu sorgen, dass dieser keineswegs auf Kosten der vorhandenen Qualität geschehen darf.

Seine politischen Forderungen für bessere Standards in Krippen und Kindertagesstätten hat der Paritätische Niedersachsen in seinen „Positionen zur Landtagswahl 2013“ dargelegt, die in leichter und schwerer Sprachversion zum Download zur Verfügung stehen: