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Begrüßung Internationale Jugendbegegnung

Dreisprachig, inklusiv und bunt: 20. Internationale Jugendbegegnung in Hannover

Dreisprachig, inklusiv und bunt – so lassen sich die ersten Eindrücke der 20. Internationalen Jugendbegegnung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. und seines Jugendverbands Paritätisches Jugendwerk treffend zusammen fassen. Noch bis Mittwoch, 10. Juli, verbringen Kinder und Jugendliche aus Deutschland, Polen und Russland unter dem Motto „Freunde finden – Grenzen überwinden“ zehn spannende und aufregende Tage im Naturfreundehaus Hannover. Am Freitag, 5. Juli, wurde die mittlerweile 20. und erstmals inklusiv durchgeführte Jugendbegegnung offiziell eröffnet. Gäste aus Politik, Verbänden und Wirtschaft kamen bei bestem Sommerwetter auf dem großzügigen Außengelände des Naturfreundehauses zusammen, um die Jugendgruppen und ihre Betreuern zu begrüßen und gemeinsam das Jubiläum der Begegnung zu feiern.

„Wir haben das Jubiläum der Internationalen Jugendbegegnung zum Anlass genommen, die Maßnahme für Kinder mit Behinderungen zu öffnen und alles inklusiv zu gestalten“, sagte Sebastian Böstel, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen, bei der offiziellen Begrüßung. „Die Jugendlichen können so Erfahrungen sammeln, die sie sonst im Alltag nicht machen könnten.“ Alexander Thron, Einrichtungsleiter des Naturfreundehauses, betonte, dass er sich freue, das Jubiläum der Jugendbegegnung ausrichten zu können. „Wir versuchen, bei uns im Haus immer nach dem Gedanken der Inklusion zu handeln“, sagt er.

Zu den Gästen, die Grußworte sprachen, gehörte Jörg Röhmann, Staatssekretär im niedersächsischen Sozialministerium. Er lobte das bunte Miteinander und sagte, die Jugendlichen seien das beste Beispiel für den oft zitierten Satz, dass Barrierefreiheit im Kopf beginnt. Auch Bernd Strauch, Bürgermeister der Stadt Hannover, betonte, dass der Begriff der Inklusion im Rahmen der Jugendbegegnung mit Leben gefüllt werde. Die Bundestagsabgeordnete Edelgard Bulmahn, die der Jugendbegegnung seit der Premiere 1992 als Fördererin eng verbunden ist, wünschte den Jugendlichen viel Spaß und Neugier beim gegenseitigen Kennenlernen. Auch Georg Fischer, Bürgermeister des Bezirks Buchholz-Kleefeld, sprach Wünsche für eine gelungene Ferienmaßnahme aus.

Wie gut das Zusammenspiel der Jugendlichen untereinander bereits nach fünf Tagen funktionierte, davon konnten sich die Gäste während der Begrüßung selbst ein Bild machen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Das großflächige Graffiti, welches die Jugendlichen im Laufe der Woche angefertigt hatten, war in der Mitte noch nicht ganz vollständig: Der Umriss eines Menschen musste noch mit buntem Inhalt gefüllt werden. Die Jugendlichen gingen unbefangen auf die Gäste zu, gaben ihnen Farbe auf die Handflächen, führten sie zur Graffitiwand und halfen dabei, den Abdruck der eingefärbten Hand auf einer freien Fläche im Graffiti zu verewigen. Alle Gäste machten bereitwillig und mit viel Spaß mit – die Überraschung der Jugendlichen und ihrer Betreuerinnen und Betreuer, an deren Ende ein tolles, buntes Graffiti vervollständigt wurde, war somit rundum gelungen.

Um den internationalen Austausch zu fördern, haben der Paritätische Niedersachsen und sein Jugendwerk in diesem Jahr bereits zum 20. Mal die Internationale Jugendbegegnung organisiert. Das abwechslungsreiche Programm mit Sport, Spiel, Lagerfeuer, Disko, Ausflügen und interkulturellen Projekten wird von den Teilnehmenden mitgestaltet und eröffnet ihnen den Blick in andere Kulturen. Mit dieser Jugendbegegnung fördert das Paritätische Jugendwerk den Kontakt und Austausch von jungen Menschen mit und ohne Behinderungen, den Austausch mit Osteuropa sowie die Begegnung mit kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten, bei dem die Kinder und Jugendlichen Verständnis füreinander entwickeln und neue Freundschaften schließen können.