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PMS 09/15 v. 17.02.2015

Paritätischer unterzeichnet Tarifvertrag für Azubis in der Altenpflege: Erster Schritt für bessere Rahmenbedingungen ist getan!

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V.  hat am heutigen Dienstag gemeinsam mit den anderen Verbänden der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen und der Gewerkschaft ver.di für seine verbandseigenen Ausbildungsbetriebe einen Tarifvertrag über die Ausbildungsbedingungen in der Pflege unterzeichnet. „Mit diesem Vertrag haben wir einen gemeinschaftlichen ersten Schritt unternommen, um die Rahmenbedingungen für junge Menschen, die eine Ausbildung in der Pflege machen oder anstreben, zu verbessern“, erklärt Birgit Eckhardt, stellv. Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen. „Nun ist die Politik gefragt, den Vertrag für allgemeinverbindlich zu erklären und so sicherzustellen, dass nicht nur die Auszubildenden der Freien Wohlfahrt, sondern alle Auszubildenden der Altenpflege in Niedersachsen gleich gute Vergütungen erhalten.“

Der bundesweit einmalige Flächenvertrag, der die Höhe der Ausbildungsvergütungen, des Urlaubs und der Wochenarbeitszeit vereinheitlicht, soll dazu beitragen, mehr junge Menschen für den Beruf der Pflege zu begeistern. Denn der schon jetzt spürbare Fachkräftemangel hat zu einem regelrechten Wettbewerb um Nachwuchs geführt - nicht nur innerhalb der Branche, sondern auch im Vergleich zu handwerklichen oder technischen Berufen, die meist besser bezahlt werden. „Mit festgelegten Tarifen für die Auszubildenden ist nun kein Wettbewerb mehr über Lohndumping möglich, sondern allein über Qualität und gute Arbeitsbedingungen der jeweiligen Träger“, sagt Birgit Eckhardt.

Der Tarifvertrag ist ein erster Aufschlag, um die Situation der Pflege in Niedersachsen allgemein zu verbessern. „Wir müssen den Weg gemeinsam weiter beschreiten und an einem Tarifvertrag für die ganze Branche arbeiten, damit Niedersachsen nicht länger das Schlusslicht der westdeutschen Bundesländer bleibt, wenn es um Vergütungen in der Pflege geht “, sagt Birgit Eckhardt. „Auch hier ist die Unterstützung der Politik gefordert. Sie muss sicherstellen, dass eine tarifgerechte  Vergütung über alle Bereiche der Pflege refinanziert wird.“