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PMS 19/15 v. 03.06.2015

Paritätischer zum Schulgesetz: Regionalstellen für Inklusion und Erhalt der Sprachförderschulen sind richtige Schritte
 
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. begrüßt die Verankerung des Inklusionsgedanken im heute verabschiedeten Niedersächsischen Schulgesetz. „Die geplanten Regionalstellen für Inklusion sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um vor Ort in den Kommunen inklusive Lösungen zu unterstützen“, sagt Birgit Eckhardt, Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen.  Mit dem Erhalt der Förderschulen Sprache werde außerdem das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern gestärkt.

„Schulen müssen dringend personell und qualitativ besser für inklusive Bildung ausgestattet werden“, sagt Birgit Eckhardt. „Solange dies nicht der Fall ist, werden Eltern behinderter Kinder weiter Bedenken haben, ihr Kind auf eine Regelschule zu schicken - und diese Wahlfreiheit muss bis zur Umsetzung der schulischen Inklusion erhalten bleiben.  Aus diesem Grund begrüßen wir den Erhalt der Förderschulen Sprache und bemängeln gleichwohl das schrittweise Auslaufen der Förderschulen Lernen.“

Der Paritätische Niedersachsen und viele seiner Mitgliedsorganisationen arbeiten seit langem im Bereich schulischer Inklusion und können auf große Erfahrungen und belastbare Strukturen zurückgreifen. „Wir bieten der Landesregierung dieses Wissen an, um in Sinne einer engen Zusammenarbeit den angekünftigten Stufenplan zur Inklusion gemeinsam umzusetzen“, erklärt Birgit Eckhardt.

Wichtig sei, dass die Intentionen der Landesregierung zügig vor Ort aufgegriffen und die Träger der freien Wohlfahrt von Kommunen und Landkreisen einbezogen werden. „Inklusion kann nur gelingen, wenn es regional eine enge Zusammenarbeit gibt und alle an einem Strang ziehen“, so Birgit Eckhardt. „Wir werden darauf achten, dass die angekündigte ,behutsame‘ Umsetzung der Inklusion nicht weiterhin zu gemächlich vonstatten geht.“