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PMS 09/16 v. 25.04.2016

Paritätischer und Eilenriedestift kooperieren: Projekt zur binationalen Altenpflegeausbildung nimmt Fahrt auf und weckt großes Interesse

Das innovative Projekt zur Zukunftssicherung der Ausbildung von Fachkräften in der Altenpflege, das der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. und seine Mitgliedsorganisation Eilenriedestift e.V. zu Beginn des Jahres 2016 gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus Poznan (Polen) gestartet haben, nimmt rasant Fahrt auf. Vertreterinnen und Vertreter der niedersächsischen Einrichtungen stellten das Projekt nun in Polen offiziell und öffentlichkeitswirksam vor, nachdem bereits im November 2015 eine polnische Delegation zu Gast in Hannover gewesen war. „Dieses zukunftsweisende Projekt ist gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und demografischen Wandels von großer Wichtigkeit“, sagt Birgit Eckhardt, Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen. „Pflegeexperten beider Länder bündeln ihre Kenntnisse und ihre Qualität und bieten künftigem Fachpersonal so eine exzellente Chance zum internationalen Austausch von Wissen und Erfahrungen.“

Mit dem Projektstart am 1.1.2016 begann die erste Bewerbungsphase auf die binationalen Ausbildungsplätze. „Die Nachfrage war sehr groß, es gab deutlich mehr InteressentInnen als freie Plätze“, berichtet Günter Famulla,  Vorsitzender des Eilenriedestifts.  Voraussichtlich zehn Pflegekräfte aus Polen werden am 1.8.2016 ihre Ausbildung im Eilenriedestift und anderen paritätischen Altenpflegeeinrichtungen beginnen. Weiterer Kooperationspartner ist die Anna-Siemsen-Schule in Hannover. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. unterstützt das Projekt zu großen Teilen finanziell und wird es fachlich und politisch begleiten.

Oberstes Ziel der Projektbeteiligten ist es nun, die politischen Rahmenbedingungen so zu verändern, dass die gemeinsame Ausbildung in beiden beteiligten Ländern anerkannt wird. Der politische Wille, eine entsprechende Regelung zu finden, ist in Polen sehr groß. So begleitete Marzena Wodzińska, Mitglied des Vorstands der Woiwodschaft Großpolen/Wielkopolska, die niedersächsische BesucherInnendelegation an allen drei Tagen ihres Aufenthalts und warb auch auf der sehr gut besuchten Pressekonferenz für das Projekt.

Zum Programm des Besuchs der Niedersachsen in Polen gehörte unter anderem die Unterzeichnung eines „Intentionsbriefs“, mit dem der Paritätische, das Eilenriedestift und das Regionale Zentrum der Gesellschaftspolitik ROPS ihre gegenseitige Zusammenarbeit im Projekt „Deutsch-Polnisches Kompetenzzentrum Altenpflege“ bekräftigen.

„Wir freuen uns sehr, dass das Projekt nun auch in Polen politisch auf den Weg gebracht wurde“, sagt Birgit Eckhardt. „Fachkräftemangel ist ein internationales Problem, das wir mit unserem Kompetenzzentrum auf innovative Weise gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern aus Polen angehen. Das große Interesse der polnischen Seite zeigt auch, welch große Anerkennung die spezialisierte Ausbildung zum/zur AltenpflegerIn international genießt.“