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PMS 35/16 v. 06.12.2016
Daumen hoch für einen gelungenen Abschluss:: Birgit Eckhardt, Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen, und Sozialministerin Cornelia Rundt inmitten der jungen Menschen, die sich am Projekt "MitMischen" beteiligt haben.

„MitMischen“ – Jugendliche melden sich zu Wort

In den vergangenen Monaten haben sich mehr als 120 junge Menschen in Niedersachsen, viele von ihnen mit Migrationsgeschichte, mit sich und ihren Lebenswelten auseinandergesetzt. Im Projekt „MitMischen“ des Paritätischen Jugendwerks, dem Jugendverband des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V., und sechs seiner Mitgliedsorganisationen haben sie ihre Träume und ihre Vorstellungen von einer besseren, gerechteren Welt aufbereitet. Jetzt haben die Jugendlichen den Abschluss des Projekts gefeiert.

„Es ist an der Zeit, dass Jugendliche sich mehr in gesellschaftliche Debatten einbringen können“, sagte Birgit Eckhardt, die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. Oft werde den Jugendlichen vorgehalten, sie würden sich nicht beteiligen, würden sich nicht für Politik interessieren. Das sei oft ein falscher Eindruck. „Wir müssen die Jugendlichen eben auch lassen“, sagte Birgit Eckhardt. Das Projekt „MitMischen – Aktive Teilhabe junger Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte“ sei das beste Beispiel dafür, welche Kreativität, welcher Ehrgeiz in den Jugendlichen stecke – auch und gerade in jenen, die allein oder mit ihren Familien nach Deutschland geflohen sind und erst seit wenigen Monaten hier leben.

Davon konnten sich die Besucher der Abschlussfeier im Kulturzentrum Pavillon in Hannover am Samstag überzeugen. Eine halbstündige Filmdokumentation, gedreht von Jugendlichen, bot eindrucksvolle Bilder von der Arbeit der verschiedenen Projektgruppen an den verschiedenen „MitMischen“-Standorten. Auch live wussten die Jugendlichen zu überzeugen. Sie präsentierten im Beisein von Sozialministerin Cornelia Rundt selbst geschriebene Theaterszenen, führten einen mitreißenden Rap auf und stellten selbstbewusst ihre Ideen für eine bessere Beteiligung der Jugend an Kommunalpolitik vor. Bei allen Beiträgen klangen die Themen Flucht und Vertreibung an: Der Rap thematisierte die existenzielle Bedeutung von Ausweispapieren, das kurze Theaterstück griff konkrete Fluchterfahrungen auf. Frieden, Sicherheit, eine Zukunft mit Perspektive: Danach sehnen sich die Jugendlichen. Die Realität sieht mitunter ganz anders aus – etliche der Jugendlichen, die an den Projekten beteiligt waren, sind inzwischen abgeschoben worden.

„Beeindruckend, was bei diesem Projekt entstanden ist“, sagte Birgit Eckhardt nach der Veranstaltung. „Diese Jugendlichen zeigen, wie eine vielfältige Gesellschaft funktionieren kann, wie sie funktionieren sollte.“

Mehr Informationen zu den Projekten - siehe Links.