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News vom 07.07.2010

Jugendbegegnung in Dassel/Sievershausen: Viele internationale Freundschaften geschlossen

„Freunde finden - Grenzen überwinden“, dass das diesjährige Motto der 18. Internationalen Jugendbegegnung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. und des Paritätischen Jugendwerks auch Programm ist, davon konnten sich die Gäste der offiziellen Begrüßungsveranstaltung am Montag im Dasseler Stadtteil Sievershausen selbst überzeugen. Schon nach wenigen Tagen haben die 42 Jugendlichen zwischen zwölf und 15 Jahren aus Deutschland, Polen und Russland viele Freundschaften geschlossen. Und so wurde, allen eventuellen Sprachbarrieren zum Trotz, auf der Wiese hinter dem Schullandheim Wilhelm Block viel gelacht.

Dr. Ludmila Huber, stellvertretende Landrätin des Landkreises Northeim, begrüßte die Jugendlichen zunächst dreisprachig und wünschte ihnen viel Spaß für den Rest der Jugendbegegnung. „Als ich vor vielen Jahren nach Deutschland kam, sprach ich kein Wort Deutsch, und diese Zeit der nonverbalen Verständigung war vielleicht mit die beste Zeit“, erzählte sie. Und schließlich falle es Kindern und Jugendlichen sowieso viel leichter, ohne Worte zu kommunizieren, sagte die stellvertretende Landrätin.

Ob mit oder ohne Worte, eines steht fest: Bereits seit mehr als 15 Jahren können Kinder und Jugendliche bei der Internationalen Jugendbegegnung gemeinsam Ferien verbringen, ihre Erfahrungen austauschen, Verständnis füreinander entwickeln und neue Freundschaften schließen. „Die Jugendbegegnung ist ein wichtiger Ansatz für die Völkerverständigung und die persönliche Entwicklung der einzelnen Teilnehmer und Teilnehmerinnen“, sagte Sebastian Böstel, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen, bei der offiziellen Begrüßung. Ulla Klapproth, stellvertretende Verbandsratsvorsitzende des Paritätischen Niedersachsen, erzählte, wie sehr sie stets die Gastfreundschaft in Russland und Polen beeindruckt habe. „Ich hoffe, dass wir euch hier einen kleinen Teil davon zurückgeben können“, wandte sie sich an die Jugendlichen aus Brjansk und Krakau. Auch Klaus Heinemann, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Trägervereins des Schullandheims, und Marianne König von der Landtagsfraktion der Linken, wünschten den Jugendlichen zwei abwechslungsreiche Wochen in Sievershausen.

Karl Tolle, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Dassel, lobte die Jugendbegegnung, die den 42 jungen Teilnehmern und Teilnehmerinnen gut zwei Wochen lang Abwechslung bietet. Neben viel Spiel und Spaß unternehmen die Jugendlichen Ausflüge, etwa in den Wildpark Neuhaus. Auch ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Moringen mit intensiver Vor- und Nachbereitung stand auf dem Programm. Außerdem erarbeiten die Jugendlichen gemeinsam ein Fotoprojekt zum Thema „Freundschaft“ und versuchen sich im Musik-in-Liner, dem „rollenden Musikstudio“ des Paritätischen Niedersachsen.

Auch wenn die Jugendlichen alles gemeinsam unternehmen, standen bei der Begrüßungsveranstaltung ihre unterschiedlichen Herkünfte und Kulturen im Blickpunkt. Denn das Entwickeln von Verständnis füreinander gehört ebenfalls zu den Zielen der Jugendbegegnung. Und so trugen die Jugendlichen vom Gymnasium 4 aus dem russischen Brjansk ein traditionelles Volkslied ihres Landes vor, die Pfadfinder aus Krakau tanzten eine polnische Polonaise, und die niedersächsischen Teilnehmer und Teilnehmerinnen sangen das Niedersachsenlied.

Die diesjährige Internationale Jugendbegegnung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Niedersachsen e.V. und seines Jugendverbandes läuft noch bis zum 11.07.2010 im Schullandheim „Wilhelm Block“ in Dassel/Sievershausen.