Kreisverband:
Kontakt- und Beratungsstellen für Selbsthilfegruppen

Zentrales Ziel freiwillig engagierter Menschen in Selbsthilfegruppen ist "Hilfe für sich selbst und andere". Dennoch benötigt Selbsthilfe eine kontinuierliche Unterstützung von außen, um ihre volle Kraft dauerhaft entfalten zu können.

Die Arbeit der Selbsthilfekontaktstellen liefert diese so wichtige Unterstützung und trägt u.a. dazu bei, dass Neugründungen von Gruppen erleichtert, Gruppenstrukturen weiterentwickelt und Gruppen langfristig stabilisiert werden. Die von den Kontaktstellen initiierte Vernetzung der Selbsthilfeinitiativen untereinander bringt synergetische Prozesse in Gang, setzt kreative Potenziale frei, die den einzelnen Gruppen und ihrer Arbeit direkt zugute kommen.

Einen wichtigen Beitrag zur weiteren professionellen Fundierung der Selbsthilfearbeit liefert der Paritätische Arbeitskreis der Selbsthilfekontaktstellen - PAKS -. Innerhalb dieses Austauschforums werden aktuelle Problemstellungen benannt und diskutiert, gemeinsame Lösungsansätze gesucht, neue Entwicklungen gekennzeichnet und weitergeführt. Außerdem wird das Ziel verfolgt, die Arbeit an den Erfordernissen der Zukunft auszurichten, kontinuierlich zu verbessern und neue Perspektiven der Selbsthilfegruppenarbeit zu entwickeln.

Im Rahmen der Qualitätssicherung der Paritätischen Kontaktstellenarbeit wurde das Handbuch der Kontakt-, Informations- und Beratungsstellen für Selbsthilfegruppen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Niedersachsen e.V. auch in den Jahren 2006 und 2007 weiterentwickelt.

Ein besonders aktuelles Thema des Arbeitskreises war die Kassenfinanzierung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe auf Basis des neuen § 20 c Sozialgesetzbuch - SGB - V ab dem 01.01.2008 sowie die bedarfs-gerechte Umsetzung der Neuregelung. In einer Fortbildung wurde zum Thema Öffentlichkeitsarbeit und Alternativen zum Selbsthilfetag gearbeitet