Kreisverband:
Mobile Therapie

2003 dürfte wohl das letzte Jahr gewesen sein, in dem die Leistung „Mobile Therapie“ noch in erkennbarem Umfang von Trägerorganisationen angeboten und mit Primärkassen abgerechnet worden ist.

Die Ersatzkassen waren bereits zum 01.04.02 endgültig aus der Rahmenvereinbarung zur Mobilen Therapie ausgestiegen und hatten darauf bestanden, dass die Trägerorganisationen die Zulassung als physiotherapeutische Praxis erwerben, wenn sie weiter therapeutische Leistungen nach Bobath und Vojta erbringen und vor allem mit den Ersatzkassen abrechnen wollten. Die Primärkassen lassen den Rahmenvertrag bislang noch gegen sich gelten.

Da unabhängig von der grundsätzlichen Abrechenbarkeit der Leistungen mit den Kassen die Ärzte ein immer rigideres Verordnungsverhalten an den Tag legen, nimmt die Zahl der zu behandelnden behinderten oder von Behinderung bedrohten Kinder im Rahmen der Mobilen Therapie kontinuierlich ab.

Vor diesem Hintergrund bieten nur noch wenige Paritätische Mitgliedsorganisationen die Leistung Mobile Therapie an. Generell haben alle Trägerorganisationen, die (auch) physiotherapeutische Leistungen für Kinder erbringen, eine Praxenzulassung erworben und sind daher unabhängig von der Rahmenvereinbarung,mit der das gesamte Arbeitsgebiet in den siebziger Jahren erst erschlossen worden ist und mit dem sich der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. als Vorreiter eines neuen Leistungsangebots profiliert hat.