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PMS 01-09 b

Paritätische Jahreskonferenz mit hochkarätig besetzter Podiumsdiskussion

Der Paritätische thematisiert Finanz- und Wirtschafts-krise und Zukunft der sozialen Arbeit

„Deutschland in Zeiten der Finanz- und Wirtschafts-krise“ ist die Podiumsdiskussion betitelt, die der Paritä-tische Niedersachsen am 23. Januar 2009 veranstaltet. Im Rahmen der Paritätischen Jahreskonferenz in Barsinghausen werden hochkarätige Vertreter der Landtagsfraktionen zum Thema Stellung beziehen: Clemens Lammerskitten (CDU-Landtagsfraktion), Ge-sine Meißner (FDP-Landtagsfraktion, Vorsitzende des Sozialausschusses), Uwe Schwarz (Sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion), Ursula Helmhold (parlamentarische Geschäftsführerin der Landtagsfrak-tion Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Manfred Sohn (Vorsitzender der Landtagsfraktion Die Linke). „Uns interessiert dabei vor allem die Frage, welche Konse-quenzen die augenblickliche Krise für die soziale Arbeit hat“, stellt Günter Famulla, Vorsitzender des Paritä-tischen Niedersachsen heraus.

„Wir möchten von den eingeladenen Politikerinnen und Politi-kern wissen, wie sie die Krise einschätzen und welche Strategien ihre Parteien dagegen auf Landesebene entwickeln. Aber wir werden auch deutlich machen, wo mit unserem nachhaltigen Widerstand und Protest zu rechnen ist, wenn das Soziale zur Krisenbewältigung herhalten soll.“ Famulla rechnet mit mehr oder weniger „plumpen Versuchen“, die Krise als Grund heran-zuführen, die Finanzierung wichtiger sozialer Angebote infrage zu stellen. Der Vorsitzende zitiert Ernst Bloch mit den Worten „Wenn es nicht für alle reicht, springen eben die Armen ein!“ und macht deutlich, dass genau dies nicht passieren dürfe. „Die Finanz- und Wirtschaftskrise haben Menschen produziert, die immer behauptet haben, sie könnten mit Geld umgehen. Es ist einfach nicht akzeptabel, die verlorenen Gelder auf Kosten der Hilfebedürftigen kompensieren zu wollen.“ In diesem Sinne er-wartet der Paritätische mehr Klarheit, wie die zukünftige Aus-gestaltung sozialer Hilfeangebote in Niedersachen aussehen wird.

Die Paritätische Jahreskonferenz ist traditionell ein wichtiger Im-pulsgeber für die verbandliche und sozialpolitische Arbeit des Paritätischen Niedersachsen. Bereits am 21. Januar tagen der Verbandsrat des Paritätischen sowie die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der 42 Kreisgruppen. Ab dem 22. Januar werden über 120 Fachleute der verschiedenen Tätigkeitsfelder des Wohlfahrtsverbandes im internen Teil der Veranstaltung die Frage „’Soziale Arbeiter’ – wie machen wir weiter?“ diskutieren. Dabei geht es zum Beispiel darum, zukünftigen Herausforde-rungen weiterhin mit qualifiziertem Fachpersonal begegnen zu können. Dr. Stephan Wagner, Leiter der Paritätischen Akade-mie, Maria-Anna Strege, Beauftragte für Praktika und Praxiskon-takte der Fachhochschule Hannover, Georg Nicolay, Mitglied des Deutschen Verbandes der Leitungskräfte von Alten- und Behin-derteneinrichtungen (DVLAB) sowie Stefan Scholz-Rode, Team-leiter der Arbeitsagentur Hannover, geben wichtige Impulsrefe-rate, die anschließend in Arbeitsgruppen diskutiert werden.