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PMS 03-09 a

Famulla fordert „mehr Ausbildungs- und Studienplätze für Fachkräfte“

Paritätische Jahreskonferenz thematisiert Zukunft sozialer Arbeit

Vom 22. bis 23. Januar 2009 fand in Barsinghausen die jährliche Paritätische Jahreskonferenz statt, an der 120 Fachleute des Paritätischen Niedersachsen teilnahmen. Der Wohlfahrtsverband fragte dabei: „Soziale Arbeiter – Wie machen wir weiter?“. Günter Famulla, Vorsitzender, fasst zusammen: „Die Diskussion hat gezeigt, dass es schon in Kürze einen erheblichen Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Sozialbereich geben wird. Es besteht dringender Handlungsbedarf, die Zahl der Ausbildungs- und Studienplätze zu erhöhen. Hier ist die Politik gefordert, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.“

Beispielhaft nennt der Vorsitzende den Studiengang „Soziale Arbeit“ der Fachhochschule Hannover und den Mangel an Pflegefachkräften. Schon jetzt sei klar, dass in wenigen Jahren ein erheblicher Bedarf an kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, auch auf der Führungsebene zu verzeichnen sein wird. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verständlich, warum zum Beispiel die Zahl der Studienplätze „Soziale Arbeit“ an der Fachhochschule Hannover von über 200 auf 70 Plätze reduziert wurde. „Die Landesregierung muss hier dringend gegensteuern, um den in Kürze eintretenden Bedarf abdecken zu können.“

Famulla betont, dass die Vorträge der Experten deutlich gemacht haben: „Der Gesundheit- und Pflegebereich ist ein Jobmotor. In diesem Bereich, wie auch bei der sozialen Arbeit, gibt es viele Chancen. Diese können aber nur genutzt werden, wenn dem Arbeitsmarkt eine ausreichende Menge von qualifiziertem Personal zur Verfügung steht.“

Während der Paritätischen Jahreskonferenz hatten die Experten Dr. Stephan Wagner, Leiter der Paritätischen Akademie in Berlin, Maria-Anne Strege, Beauftragte  für Praktika und Praxiskontakte an der Fachhochschule Hannover, Georg Nicolay, Vorstand des Deutschen Verbandes der Leitungskräfte von Alten- und Behinderteneinrichtungen, und Stefan Scholz-Rode, Teamleiter der Agentur für Arbeit Hannover, die unterschiedlichen Facetten des Themas mit Referaten beleuchtet. Diese wurden in Arbeitsgruppen vertieft. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden in die zukünftige Ausrichtung des Verbandes einfließen.

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