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PMS 17-05 b

Online-Beratung als erster Schritt

Sozialministerin schaltet neuen, interaktiven Internetauftritt der Therapiekette Niedersachsen frei

Am 2. Juni 2009 schaltet Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann in Hannover den neuen, interaktiven Internetauftritt der Therapiekette Niedersachsen frei. Mit der neuen Webseite bieten die in der Therapiekette im Paritätischen Niedersachsen zusammengeschlossenen Einrichtungen der Suchthilfe die Möglichkeit der Online-Beratung. Günter Famulla, Vorsitzender des Paritätischen Niedersachsen erklärt: „Das Internet nimmt bei allen Bevölkerungsgruppen einen immer größeren Raum ein und bietet auch bei Suchthilfeangeboten die Chance, Erreichbarkeit und Prävention zu verbessern. Ziel der neuen Präsenz ist es, durch die enge Verzahnung der Einrichtungen den Hilfesuchende kurzfristige, effektive und regional nahe Stellen zu nennen, an die sie sich wenden können.“

Der Paritätische und seine Mitgliedsorganisationen haben darum eine neue Internetplattform entwickelt, die es dem Angebotssuchenden ermöglicht, aufgeteilt nach Schwerpunkten die passende Hilfe zu finden. Paul-Walter Steffen, Fachberater Suchtkrankenhilfe des Paritätischen Niedersachsen, dazu: „Neben einer Suche nach Postleitzahlen kann anhand einer Niedersachsenkarte direkt nach Hilfeangeboten vor Ort gesucht werden. Die hinterlegten Angebote enthalten ein Beratungsprofil und ausgewiesene Arbeitsschwerpunkte. Zu bestimmten Zeiten wird es zudem möglich sein, sich direkt online beraten zu lassen oder in einem Chat unter Moderation einer ausgebildeten Fachkraft mit Gleichgesinnten zu sprechen. Wir möchten es Süchtigen so einfach wie möglich machen, Hilfe zu finden und anzunehmen.“ Durch die enge Verzahnung der Angebote besteht die Möglichkeit die Kombitherapie noch effizienter zu gestalten. In einem geschlossenen Bereich können die Träger untereinander kommunizieren und für den einzelnen Patienten die passenden Angebotsformen zeitnah verbinden. Zudem finden Betroffene Selbsthilfeangebote von unter anderem Den Guttemplern, den Vereinen für Sozialmedizin und der freien Suchthilfe Niedersachsen, die in fast allen Orten in Niedersachsen Selbsthilfegruppen anbieten.

Zur Therapiekette Niedersachsen gehören derzeit 16 eigenständige Träger mit ca. 80 Einrichtungen und Organisationen. Zu den Hilfeangeboten zählen niedrigschwellige Einrichtungen in ganz Niedersachsen, 24 Fachstellen für Suchtprävention und
-beratung, zwei Entgiftungsstationen, 16 stationäre therapeutische Einrichtungen und Fachkliniken für Drogen- und Alkoholabhängige mit 400 Therapieplätzen sowie elf Spezialeinrichtungen. Die Synergieeffekte in der Therapiekette Niedersachsen optimieren den Nutzen für die Klientinnen und Klienten deutlich. Die Therapiekette als Verbund ist mehr als die Summe der Einzeleinrichtungen, denn sie erkennt frühzeitig veränderte Bedarfe und Anforderungen und entwickelt flexible Lösungen.

Fachinformationen:
Paul-Walter Steffens, Fachberater Suchtkrankenhilfe, Tel. 0581 97070, E-Mail: paul-walter.steffens@paritaetischer.de