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PMS 12/10 v. 08.03.2010
Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann überreicht Günter Famulla das Verdienstkreuz 1. Klasse.

Verdienstkreuz 1. Klasse für Günter Famulla: „Einer, auf den man sich verlassen kann“


Der langjährige Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V., Günter Famulla, wurde am heutigen Montag in Hannover mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.


Von 1997 bis 2009 war Günter Famulla im Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen, zwölf Jahre, in denen er sich engagiert für pflegebedürftige Menschen und Suchtkranke ebenso eingesetzt hat wie für Migrantinnen und Migranten. Ein derartig vorbildhafter jahrelanger Einsatz spricht sich herum: Auf Vorschlag des Niedersächsischen Ministerpräsidenten hat der Bundespräsident dem jetzigen Ehrenvorsitzenden des Paritätischen Niedersachsen, Günter Famulla, das Verdienstkreuz verliehen. Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann überreichte den Orden am heutigen Nachmittag an Günter Famulla.


„Das Wirken von Günter Famulla verdient eine ganz besondere Auszeichnung“, sagte Ross-Luttmann, und die rund 30 geladenen Gäste, die der feierlichen Verleihung in den Hannoverschen Werkstätten, einer Einrichtung für behinderte Menschen, teilnahmen, pflichteten ihr mit viel Applaus bei. Famulla habe sich stets durch außergewöhnliche Verdienste und vorbildhaftes Wirken in der Gesellschafts- und Sozialpolitik ausgezeichnet, sagte die Ministerin. „Sie waren und sind immer der Anwalt eines partnerschaftlichen Verhältnisses zwischen Hilfesuchenden und Helfern gewesen, haben sich stets für die Schwächeren eingesetzt und sind viel für eine lebenswerte Gesellschaft eingetreten“, hob Ross-Luttmann hervor.


Horst Hüther, Verbandsratsvorsitzender des Paritätischen Niedersachsen, fand in seiner Laudatio viele lobende Worts für die Arbeit und das Engagement seines langjährigen Vorstands. „Du bist in all den Jahren für die Werte und Ideen des Paritätischen, Gemeinsinn, Toleranz und Pluralität eingetreten“, erklärte der Verbandsratsvorsitzende. Für die Mitgliedsorganisationen und Fachbereich sei Famulla stets eine „Gallionsfigur“ gewesen, einer, „auf den man sich verlassen konnte“.


Es gab kaum ein Feld der sozialen Arbeit, auf dem sich Günter Famulla als hauptamtlicher Vorsitzender des Paritätischen Niedersachsen und Vorsitzender des Verwaltungsrates zahlreicher Paritätischer Töchter nicht engagiert hat. Er war unter anderem für die Organisation, Qualität und Wirtschaftlichkeit von 32 Pflegediensten in Niedersachsen zuständig und hat sich energisch für die Entbürokratisierung der Pflege eingesetzt. Seine Impulse haben den Abschluss des Landesrahmenvertrags für die Behindertenhilfe entscheidend vorangebracht. Der weitere Ausbau des Netzes der Selbsthilfekontaktstellen in Niedersachsen ist Günter Famulla ebenso zu verdanken wie die weitestgehend flächendeckende Versorgung von Lieferungen der Mahzeitendienste „Essen auf Rädern“ gerade im ländlichen Bereich.


Während seiner Tätigkeit als Vorstand des Paritätischen Landesverbandes hat Günter Famulla auch gezielt einen Prozess zur interkulturellen Öffnung des Verbands eingeleitet und sich für den Aufbau der Suchtklinik am Kronsberg, in Betrieb der Paritätischen Tochter STEP, engagiert. Sollte aus all diesen und weiteren Tätigkeitsfeldern von Günter Famulla dennoch ein besonderes Thema herausgestellt werden, so ist hier sein Einsatz in der Diskussion um Kinderarmut und eines gesonderten Hartz IV-Regelsatzes gesondert zu würdigen - ein Thema, das gerade durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar wieder sehr präsent in der Öffentlichkeit ist und das für Günter Famulla nie an Aktualität verloren hat.


Günter Famulla hat sich stets für die sozialen Belange der Menschen vor allem in Niedersachsen, aber auch bundesweit eingesetzt und danach stets nach der Überzeugung gehandelt, dass allen Menschen die volle Teilhabe am Leben zusteht. Mit der Verleihung des Verdienstordens hat er nun für dieses jahrelange Engagement eine würdige Ehrung erfahren.