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PMS 15/11 v. 16.05.2011

Paritätischer und Lebenshilfe fordern endgültige Klärung der Rahmenbedingungen für den Bundesfreiwilligendienst
Durch freiwilliges Engagement gewinnen Alle!


Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. und die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Landesverband Niedersachsen e.V. begrüßen die heute gestartete Informationskampagne des Bundesfamilienministeriums zum neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD). Je mehr Informationen, desto mehr Interessenten: Unkenntnis und Unsicherheit über den neuen Dienst, den Freiwillige ab dem 1. Juli 2011 ableisten können, sind sicher die Hauptgründe für den bislang eher schleppenden Start des Angebots. Deshalb muss die Politik nun noch einen Schritt weiter gehen und möglichst schnell die letzten Unklarheiten der Rahmenbedingungen für den BFD klären, damit sowohl Bewerber und Bewerberinnen als auch Einrichtungen endlich endgültige Sicherheit über die genaue Ausgestaltung des BFD erhalten. Denn die persönlichen Vorteile, die ein Freiwilligendienst mit sich bringt, liegen für den Paritätischen Niedersachsen und die Lebenshilfe Niedersachsen auf der Hand - zwei starke Partner, die Plätze für den Bundesfreiwilligendienst und viele andere Arten des freiwilligen sozialen Engagements vorhalten.

Ob Bundesfreiwilligendienst für Menschen jeden Alters, das Freiwillige Soziale Jahr für junge Menschen unter 27 Jahren oder ehrenamtliches Engagement: „Wer einen Freiwilligendienst ableistet, nutzt die Gelegenheit, sich auf gewinnbringende Weise für sich selbst und für andere in die Gesellschaft einzubringen“, sagt Cornelia Rundt, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen. Freiwillig tätig zu sein, egal in welchem Dienst, ist immer ein persönlicher Gewinn für den, der sich engagiert. „Menschen, die sich sozial engagieren, setzten sich nicht nur für andere ein, sondern erweitern auch ihren eigenen Horizont“, sagt Kersten Röhr, Landesgeschäftsführer der Lebenshilfe Niedersachsen.

Dass der Bundesfreiwilligendienst bislang noch zu wenige Interessenten anspricht, liegt nach Meinung des Paritätischen und der Lebenshilfe Niedersachsen vor allem an den noch immer offenen Fragen, die nun dringend geklärt werden müssen. Noch immer steht nicht genau fest, ob Teilnehmerinnen und Teilnehmer am BFD Kindergeld erhalten - zwar wurde dies bereits angekündigt, ist aber noch nicht gesetzgeberisch umgesetzt. Die reine Absichtserklärung ist hier zu wenig, die rechtliche Grundlage muss dringend geschaffen werden. Außerdem ist nach wie vor unklar, in welcher Höhe der gesetzliche Zuschuss gekürzt werden soll, falls im BFD Kindergeld gezahlt wird. Und schließlich warten die Einsatzstellen nach wie vor auf allgemein gültige Formulare, die die Zusammenarbeit zwischen ihnen und den interessierten Freiwilligen besiegeln - momentan behilft man sich mit unverbindlichen Entwürfen.

„Die Rahmenbedingungen müssen jetzt dringend endgültig geklärt werden, damit für die Interessenten am BFD keine Fragen mehr offen bleiben und sie sich voll und ganz auf ihre neue, gesellschaftlich wertvolle und persönlich gewinnbringende Aufgabe konzentrieren können“, sagt Cornelia Rundt, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen. Auch Kersten Röhr, Geschäftsführer der Lebenshilfe Niedersachsen, fordert: „Wir rufen die Politik dazu auf, nun endgültige Fakten und Klarheit zu schaffen, damit der Bundesfreiwilligendienst am 1. Juli erfolgreich starten kann.“