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PMS 28/11 v. 06.09.2011

Paritätischer unterstützt Forderungen benachteiligter Jugendlicher: Jugendwerkstätten müssen erhalten bleiben!

Anläßlich des am heutigen Dienstag abgehaltenen Aktionstages, bei dem rund 300 Jugendliche, Pädagogen und Anleiter in Hannover gegen die geplante Instrumentenreform und damit drohende Schließung der niedersächsischen Jugendwerkstätten demonstriert haben, kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. erneut die entsprechenden Pläne der Bundesregierung. Gleichzeitig begrüßt der Paritätische Niedersachsen die Aussagen von Sozialministerin Aygül Özkan und aller im niedersächsischen Landtag vertretenden Fraktionen, die übereinstimmend erklärten, sich für den Fortbestand der Jugendwerkstätten stark zu machen. „Wer an der Zukunft dieser Jugendlichen spart, setzt ein falsches Signal für die Zukunft. Wir unterstützen die Forderung der jungen Menschen: Die Jugendwerkstätten müssen erhalten bleiben!“ erklärt Cornelia Rundt, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen.

Mehr als 5400 Jugendliche, die aufgrund sozialer Hintergründe oder Lernbeeinträchtigungen benachteiligt sind, werden jährlich in den über 100 Jugendwerkstätten in Niedersachsen qualifizert und erhalten eine echte Chance auf dem Arbeitsmarkt. Die von Bundesministerin Ursula von der Leyen geplante Instrumentenreform bedroht nun die Existenz dieser Einrichtungen. „Die niedersächsischen Jugendwerkstätten sind eine bundesweit einzigartige Qualifizierung für junge, benachteiligte Menschen“, sagt Cornelia Rundt. „Gerade in Zeiten des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels kann eine Gesellschaft nicht auf die Motivation und das Engagement dieser jungen Menschen verzichten. Die Fähigkeiten dieser jungen Menschen müssen entdeckt und gefördert werden, und das leisten die Jugendwerkstätten.“

Aus ganz Niedersachsen waren Jugendliche am Dienstag nach Hannover gereist, um beim vom Landesarbeitskreis Berufsnot junger Menschen in Niedersachsen e.V. organisierten Aktionstag zu demonstrieren. Auch Vertreter von Jugendwerkstätten, die von Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Niedersachsen betrieben werden, nahmen teil. „Die Finanzierung muss erhalten bleiben“, sagte Heinz Rickert, Leiter der Jugendwerkstatt Steimbke der paritätischen Mitgliedsorganisation Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V.. „Unsere Jugendlichen erfahren viele Benachteiligungen, sie bekommen ihre Chance durch jahrelang gewachsene Erfahrung, die die Jugendwerkstätten bieten“, sagte er.

Der Paritätische Niedersachsen begrüßt die Aussagen der Vetreter aller Fraktionen sowie von Sozialministerin Aygül Özkan, die ihre Unterstützung im Kampf für die Jugendwerkstätten zugesichert haben.

Der Paritätische Niedersachsen fordert die politischen Vetreter des Landes Niedersachsen auf, diesen Weg konsequent weiter zu gehen und dem zukunftsschädigendem Sparwahn der Bundesregierung Einhalt zu gebieten!

Der Paritätische Niedersachsen fordert die Bundesregierung und insbesondere Frau Ministerin von der Leyen auf, die Sparbeschlüsse der Arbeitsmarktpolitik und damit verbundene Gefährdung der niedersächsischen Jugendwerkstätten zurückzunehmen!