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PMS 10/12 v. 29.03.2012

Paritätischer und Deutsches Taubblindenwerk fordern: Taubblindheit als Schwerbehinderung anerkennen!

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. und die Deutsches Taubblindenwerk gGmbH unterstützen die Aktion der Stiftung taubblind leben, die am heutigen Donnerstag 14.000 Unterschriften an das Bundessozialministerium überreicht hat, um auf die dramatische Situation taubblinder Menschen in Deutschland aufmerksam zu machen.

„Taubblinde Menschen werden durch die bisherigen Hilfesystem weitestgehend alleine gelassen, die Versorgung muss dringend ausgebaut werden“, sagt Cornelia Rundt, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V.. „Der Weg für behindertengerechte, direkte Sozialleistungen für taubblinde Menschen muss endlich frei gemacht werden“, fordert Wolfgang Angermann, Geschäftsführer der Deutsches Taubblindenwerk gGmbH.

Der Paritätische Niedersachsen und das Deutsche Taubblindenwerk   unterstützen die Initiative der Stiftung taubblind leben ausdrücklich  und fordern:

  • Die Anerkennung von Taubblindheit als eigene Schwerbehinderung.
  • Die Einführung des eigenen Merkzeichens Tbl für taubblinde Menschen.
  • Die Verbesserung der Versorgung taubblinder Menschen, vor allem derer, die nicht in Heimen leben.

„Der spezielle Eintrag ,Tbl‘ im Schwerbehindertenausweis ist ein dringendes wichtiges Anliegen, weil er die Dokumentation vereinfacht und so klar geregelt werden könnte, welche Leistungen und Hilfsmittel taubblinden Menschen zustehen“, erklärt Wolfgang Angermann. Dabei handelt es sich um spezielle Hilfsmittel und Leistungen, die über Bedürfnisse der kombinierten Merkmale gehörlos und blind hinausgehen.

„Taubblinde Menschen fallen nach wie vor durch zu viele Raster, das ist gesellschaftlich und menschlich nicht akzeptabel und darüberhinaus ein krasser Widerspruch zur UN-Behindertenrechtskonvention“, sagt Cornelia Rundt.