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PMS 17/12 v. 19.06.2012

Reden, schwatzen, klönen:  Am 23. Juni feiert Niedersachsen den „Tag des Sprechens“

Am Samstag, 23. Juni 2012, findet in rund 50 Regionen in Niedersachsen der „Tag des Sprechens“ statt. Sprachheilkindergärten, Kindertagesstätten, Fachschulen, ambulante Sprachtherapiepraxen, Schulen und weitere Einrichtungen bieten an diesem „Tag des Sprechens“, der unter Schirmherrschaft der niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan steht, Informationen und Aktionen, bei denen sich alles um Sprache und Sprechen dreht. „Im Mittelpunkt der Veranstaltungen steht die Bedeutung der Sprache und des Sprechens als Mittel der Kommunikation, als Entwicklung des Denkens, als Zugang zu Bildung und Kultur und als Chance zur aktiven Teilnahme an der Gesellschaft“, sagt Sebastian Böstel, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V..

Die Idee für den „Tag des Sprechens“ wurde im Arbeitskreis Sprachheilarbeit des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. geboren und stieß schnell auf breite Zustimmung. Rund 50 Einrichtungen nehmen am 23. Juni teil, auch Sprachheilkindergärten der AWO, der Caritas, der Diakonie und des Deutschen Roten Kreuzes beteiligen sich aktiv am Aktionstag und demonstrieren so ihre enge verbandsübergreifende Vernetzung und den kontinuierlichen fachlichen Austausch der Einrichtungen untereinander. Die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan hat die Schirmherrschaft für den „Tag des Sprechens“ übernommen: „Durch das Sprechen verständigen wir uns mit anderen Menschen. Insofern ist die Sprache das wohl wichtigste Kommunikationsmittel. In diesem Sinne ist Sprache zum Beispiel auch ein Schlüssel für erfolgreiche Integration. Wer aus unterschiedlichen Gründen nicht oder schlecht sprechen kann, bleibt ausgeschlossen und im wahrsten Sinne des Wortes unverstanden. Daher habe ich gern die Schirmherrschaft für den ,Tag des Sprechens‘ übernommen, der nicht nur die Bedeutung der Sprache insgesamt unterstreicht, sondern auch unterschiedliche Zugangsweisen zu Sprache und Sprechen aufzeigt“, erklärt Aygül Özkan zur Übernahme der Schirmherrschaft für den „Tag des Sprechens“.

Die Aktionen der teilnehmenden Einrichtungen sind vielfältig und reichen von einem Tag der offenen Tür mit Sommerfestcharakter bis zu ausgedehnten Fachveranstaltungen mit zahlreichen Informationen, Angeboten und Mitmachaktionen für Fachleute, Eltern und natürlich für Kinder.  Vorbei schauen beim „Tag des Sprechens“ lohnt sich also auf jeden Fall! Alle Aktionen und Termine auf einen Blick sind im Internet auf der Seite: www.tag-des-sprechens-nds.de verzeichnet. Zur Einstimmung auf den „Tag des Sprechens“ am 23. Juni sind außerdem noch bis einschließlich Freitag, 22. Juni, im Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie in Hildesheim sowie seinen Außenstellen in Braunschweig, Hannover, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück und Verden Ausstellungen zum Thema Sprachheilarbeit zu sehen.

Die niedersächsischen Sprachheilkindergärten:
Im Sprachheilkindergarten erhalten Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen eine zeitlich befristete Intensivmaßnahme als pädagogische und medizinisch-therapeutische Komplexleistung. Die Grundlage für die pädagogische Förderung der Kinder in Kleingruppen von jeweils 8 Kindern bildet der niedersächsische Orientierungsplan für Bildung und Erziehung. Darüber hinaus werden durch Fachkräfte der Sprachtherapie/Logopädie, Motopädie, Ergotherapie, Psychomotorik und Psychologie therapeutische Leistungen entsprechend eines individuellen Therapie- und Förderplanes erbracht. Die pädagogischen und therapeutischen Angebote sind eng miteinander verzahnt und sichern so unter anderem wichtige Generalisierungsprozesse.  Die flächendeckende Versorgung Niedersachsens mit über 70 Sprachheilkindergärten trägt wissenschaftlichen Erkenntnissen Rechnung, dass frühe Interventionen im Vorschulalter Sprachentwicklungsstörungen deutlich vermindern und Sprachbehinderungen vermeiden können. Das niedersächsische Erfolgsmodell „Sprachheilkindergarten“ ist durch eine hohe Quote der Wiedereingliederung und Rückführung in Regeleinrichtungen von bis zu 90 Prozent gekennzeichnet.