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PMS 20/12 v. 04.07.2012

Absichtserklärungen reichen nicht: Paritätischer fordert das Land auf, endlich Regelungen für inklusive Krippen zu treffen!

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. fordert das Land Niedersachsen dringend auf, für Kinder, die ab dem 1. August 2012 in einer inklusiven Krippe betreut werden sollen, eine schnelle und unbürokratische Regelung zu finden. „Es reicht nicht aus, blumige Absichtserklärungen abzugeben und auf Rundschreiben im Internet zu verweisen“, sagt Sebastian Böstel, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen. „Eltern, Kinder und Träger brauchen endlich verbindliche Gewissheit und dürfen nicht länger im Stich gelassen werden!“

Am 31. Juli endet das Kindergartenjahr und damit das Modellprojekt „Inklusive Krippen“ in Niedersachsen. Was danach passiert, ist noch immer nicht gesetzlich festgeschrieben - und das, obwohl das neue Kindergartenjahr schon in vier Wochen beginnt.  Für die Eltern, die ihr Kind ab 1. August in einer inklusive Krippe betreuen lassen wollen, ist dies ein nicht hinnehmbarer Zustand der Ungewissheit, den der Paritätische Niedersachsen aufs Schärfste kritisiert. „Es kann nicht sein, dass vier Wochen vor dem Stichtag noch immer so eine unklare Rechtslage herrscht. Das Land Niedersachsen muss dringend handeln und Eltern und Kinder endlich die entsprechende Sicherheit geben“, fordert Sebastian Böstel.

Schließlich lässt die derzeitige Situation nicht nur die Eltern, sondern auch die Träger der Krippen im Ungewissen.  Denn auch wenn die Träger willens sind, als inklusive Krippe zu betreuen, können sie ohne entsprechende verbindliche Betriebserlaubnis keine Kinder aufnehmen und müssen in Zweifelsfall sogar Eltern abweisen. „Manche Träger müssen außerdem noch Personal einstellen oder Refinanzierungen klären - die Zeit für all das wird sehr knapp“, sagt Sebastian Böstel und weist nochmals darauf hin, dass die Neuregelung und damit verbundenen möglichen strukturellen Änderungen daher nicht nur besonders schnell, sondern auch so einfach und unbürokratisch wie möglich umgesetzt werden sollten.