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PMS 35/12 v. 29.10.2012

Überbrückung der Betreuungslücke: Nicht auf Kosten der Kinder!

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. kritisiert die Überlegungen des Städte- und Gemeindebundes, die zu erwartende Betreuungslücke durch Vergrößerungen von Kita-Gruppen oder dem Aussetzen baulicher Standards zu überbrücken. „Es kann nicht sein, dass ErzieherInnen und Kinder die Leidtragenden sind, wenn die Kommunen den Rechtsanspruch ab 1. August 2013 nicht erfüllen können“, sagt Sebastian Böstel, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen. „Bund, Länder und Kommunen stehen gemeinsam in der Verantwortung, den Rechtsanspruch zeitnah umzusetzen - und zwar, ohne dass die Kitagruppen noch größer oder die Räume noch kleiner werden.“

Schon jetzt sind in vielen Einrichtungen die ErzieherInnen aufgrund zu großer Gruppen überlastet. „Die Überlegungen des Städtebundes sind nicht akzeptabel, auch nicht vorübergehend. Sie tragen nicht zur Lösung bei, sondern würden die Probleme nur noch weiter verschärfen“, sagt Sebastian Böstel.  Anstatt über eine mögliche Gruppenvergrößerung nachzudenken, sollten sich alle Beteiligten dafür stark machen, die Anzahl der ErzieherInnen pro Gruppe zu erhöhen, um Kindern ab dem Krippenalter eine intensivere Betreuung zukommen zu lassen, die dem geforderten Personalschlüssel entspricht. „Wer an den Kindern sparen will, spart an der Zukunft der Gesellschaft“, sagte Sebastian Böstel.

Seine politischen Forderungen für bessere Standards in Krippen und Kindertagesstätten hat der Paritätische Niedersachsen in seinen „Positionen zur Landtagswahl 2013“ dargelegt. Die „Positionen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. zur Landtagswahl 2013“ stehen ab sofort zum Download zur Verfügung. 
 


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