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PMS 10/13 v. 11.04.2013

Paritätischer begrüßt Pläne zum neuen Kitagesetz und bietet konstruktive Mitarbeit an

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. begrüßt die Ankündigung der niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, ein neues Kitagesetz auf den Weg zu bringen und Verbände und Institutionen bei der Ausarbeitung miteinzubeziehen. „Das Kitagesetz ist völlig veraltet und realitätsfern“, sagt Birgit Eckhardt, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen. „Wir haben schon lange und wiederholt auf die Schwachstellen des Gesetzes und die daraus resultierenden Probleme im Kitabereich aufmerksam gemacht und werden unsere Forderungen zur Aktualisierung und Verbesserung des Gesetzes in die angekündigte Dialogphase einbringen.“

Der Paritätische Niedersachsen hat bereits mehrfach darauf hingeweisen, dass viele Erzieherinnen und Erzieher aufgrund zu großer Gruppen überlastet sind. Er fordert daher, die Anzahl der Kinder pro Erzieher/-in zu verringern und die Gruppengrößen zu reduzieren. Der Personalschlüssel sollte bei Betreuungsverhältnissen für unter Dreijährige bei vier Kindern pro Fackkraft liegen und bei Drei- bis Sechsjährigen bei acht Kindern pro Fachkraft. „Eine gute und angemessene Betreuung von Kindern hat kein Einsparpotenzial, sondern ist maßgeblicher Grundstein für die Zukunft unserer Gesellschaft“, sagt Birgit Eckhardt.

Im Rahmen der Qualitätssicherung sollten 20 Prozent der Arbeitszeit der Erzieher/-innen für Vor- und Nachbereitungen, Koordination und Fortbildung zur Verfügung stehen. Ab einer gewissen Größe der Einrichtung (60 Plätze) muss die Leitung von Betreuungsaufgaben freigestellt werden, um die Einrichtung angemessen professionell zu organisieren und zu leiten. Weitere Forderungen des Paritätischen betreffen strukturelle Verbesserungen wie den zielgerichteten Ausbau von Kindertagesstätten und Vergrößerung der Räume sowie die bessere Refinanzierung des Berufsbilds der Erzieherinnen und Erzieher.

„Wir werden die Dialogphase mit konstruktiven Vorschlägen, gegebenenfalls auch kritisch, begleiten und das Kultusministerium bei der Ausarbeitung eines neuen Gesetzentwurfes verbandlich beraten“, sagt Birgit Eckhardt.