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PMS 15/13 v. 19.06.2013

Paritätischer begrüßt konstruktive Diskussion zur Inklusion mit Staatssekretär Röhmann: Menschen müssen stets im Mittelpunkt stehen!

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. begrüßt die Aussagen, die Jörg Röhmann, Staatssekretär im Niedersächsischen Sozialministerium, anläßlich der Mitgliederversammlung des Paritätischen Fachbereichs Behindertenhilfe am Dienstag, 18. Juni 2013, in Hannover getroffen hat. In seinem Vortrag „Impulse der Landesregierung für den Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“ und der daran anschließenden Diskussion hob Staatssekretär Röhmann mehrfach deutlich hervor, dass bei allen Überlegungen und Planungen zur Umsetzung der Inklusion die Menschen stets im Mittelpunkt stehen müssen. „Wir freuen uns, dass Herr Staatssekretär Röhmann dem Thema Inklusion nicht nur offen, sondern an den gebotenen Stellen auch kritisch gegenüber steht“, sagt Birgit Eckhardt, Vorstand des Paritätischen Niedersachsen.

„Inklusion ist ein Thema, das alle Menschen betrifft“, sagt Birgit Eckhardt - eine Aussage, die der Paritätische Niedersachsen wiederholt in die Diskussion eingebracht hat, und auf die auch Jörg Röhmann in seinem Vortrag einging. „Wir müssen zuerst für die Barrierefreiheit in den Köpfen sorgen. Wir alle müssen uns Gedanken machen, was Inklusion für uns bedeutet“, sagte der Staatssekretär.

Bei der Umsetzung der UN-Konvention und der Entwicklung des Aktionsplanes sei es wichtig, vernünftig und verantwortungvoll miteinander umzugehen und gegenseitige Meinungen zu achten. „Wir dürfen nicht vergessen, dass es auch in Zukunft Menschen geben wird, die einen Schutzraum benötigen und haben wollen - nur werden das dann nicht mehr so viele sein“, sagte der Staatssekretär und erntete Zustimmung seitens des Plenums. „Das Wunsch- und Wahlrecht muss unbedingt beibehalten werden“, sagt Birgit Eckhardt, „Teilhabe bedeutet, selbst über Art und Umfang der Unterstützung mitzuentscheiden.“ Kersten Röhr, Vorsitzender des Sprechergremiums des Fachbereichs, ergänzte: „Diese Ziele sind allerdings nicht kostenneutral zu erreichen.“ 

Neben Menschen mit und ohne Behinderung sowie Selbsthilfegruppen sind auch Mitglieder des Fachbereichs Behindertenhilfe des Paritätischen Niedersachsen in der neuen Fachkommission Inklusion vertreten, die das Sozialministerium kürzlich ins Leben gerufen hat. „Ich bin sehr optimistisch, dass die Fachkommission Inklusion weitreichende Empfehlungen für den niedersächsischen Aktionsplan entwickeln wird“, erklärte Staatssekretär Jörg Röhmann auf der Mitgliederversammlung des Fachbereichs. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und hoffen, dass das Thema Inklusion nun endlich die Aufmerksamkeit erhält, die es benötigt und verdient, denn Teilhabe geht alle an“, sagt Birgit Eckhardt.