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PMS 08/14 v. 04.06.2014

Der Paritätische begrüßt Ausbau der Krippenbetreuung - Chance auf Inklusion muss genutzt werden!

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. begrüßt die Ankündigung der rot-grünen Landesregierung, ab 2015 eine dritte Betreuungskraft in den Krippen zu finanzieren. „Damit löst die Landesregierung ein Wahlversprechen ein und kommt zugleich einer unserer dringendsten Forderungen nach“, erklärt Christian Boenisch, Vorsitzender des Paritätischen Niedersachsen. „Eine Investition in gute, frühkindliche Bildung und Betreuung ist auch immer eine Investition in die Zukunft der Gesellschaft.“

Zu große Gruppen, überlastete Erzieherinnen und Erzieher, zu schlechte Personalschlüssel: Seit Jahr und Tag hat der Paritätische Niedersachsen wiederholt auf die Schwachstellen im Krippenbereich aufmerksam gemacht. Eine Anpassung des Personalschlüssels, die sowohl den Fachkräften als auch den Kindern zugute kommt, gehörte zu den dringlichsten Forderungen. „Mit der Entscheidung, die Bafög-Einsparungen zur Finanzierung einer dritten Betreuungskraft zu nutzen, hat die Landesregierung einen großen Schritt in die richtige Richtung getan“, sagt Christian Boenisch. „Nun kommt es darauf an, diesen Schritt konsequent zu gehen und die Stelle mit einer qualifizierten Fachkraft zu besetzen.“

Es werde nicht ausreichen, die dritte Betreuungstelle als Praktikumsplatz anzubieten oder mit einer ungelernten Kraft zu besetzen. Gerade im Hinblick auf die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention nach inklusiver Bildung sollte die dritte Stelle mit einer heilpädagogischen Fachkraft besetzt werden.  „Diese Chance muss genutzt werden, um die Aufnahme von Kindern mit Behinderungen in den Krippen zu ermöglichen und die inklusive frühkindliche Bildung voranzubringen“, sagt Christian Boenisch. „Das gemeinsame Lernen aller Kinder und das zusammen ,Großwerden‘ bildet die Grundlage für eine künftige inklusive Gesellschaft, die Individualität und Vielfalt als Bereicherung und nicht als Grund zur Ausgrenzung empfindet.“