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PMS 05/15 v. 06.02.2015

Paritätischer erneuert Kritik an Pflege-Noten und fordert Neustart beim Pflege-TÜV

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. unterstützt die verbands- und fraktionsübergreifende Kritik an den umstrittenen Pflege-Noten und spricht sich für einen kompletten Neustart beim so genannten Pflege-TÜV aus. „Bei der Prüfung steht die Dokumentation im Vordergrund, die tatsächliche Lebensqualität der Pflegebedürftigen wird weitestgehend ausgeblendet, das ist nicht nachvollziehbar“, sagt Birgit Eckhardt, stellv. Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen. Wie es besser gehen kann, zeigt das neue Modellprojekt „Pflegequalität Hannover“, bei dem mit der Gesellschaft für Dienste im Alter mbH (GDA) und der ProSENIS GmbH zwei große Mitgliedsorganisation des Paritätischen Niedersachsen teilnehmen und bei dem die unmittelbare Ergebnisqualität der Pflege gemessen wird.

Das so genannte Wingenfeld-Modell, das in Hannover zum Einsatz kommt, bietet bereits seit 2011 ein alternatives, praktikables und aussagekräftiges Konzept und Instrumentarium zur Beurteilung der Lebens- und Ergebnisqualität in Altenheimen. Die flächendeckende Umsetzung scheitert bisher jedoch am Widerstand der Pflegekassen. Der Paritätische appelliert an die Pflegekassen, endlich den Weg frei für echte Reformen zu machen. „Der Pflege-TÜV muss dringend reformiert werden, damit Pflege nicht länger danach bewertet wird, wieviel Papier die Einrichtungen zu Dokumentationszwecken verbrauchen“, sagt Birgit Eckhardt.