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PMS 28/15 v. 04.08.2015

Mehr Planungssicherheit für Jugendwerkstätten: Paritätischer begrüßt Entschluss der Staatssekretäre

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. begrüßt den Beschluss der niedersächsischen Staatssekretärrunde, den u.a. vom Paritätischen kritisierten Erlass zur pauschalisierten Abrechnung von Personalausgaben bei durch ESF-Mittel geförderten Projekten zu überarbeiten und zunächst beim Verfahren der Spitzabrechnung zu bleiben. „Auch wenn mit der Spitzabrechnung leider wieder ein großer Verwaltungsaufwand entsteht, der eigentlich durch die Pauschalen reduziert werden sollte, so schafft er Klarheit für die Träger, die ja bis heute nicht wussten, nach welcher Berechnung ihre Personalkosten seit dem 1. Juli überhaupt gefördert werden sollten“, sagt Birgit Eckhardt, Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen. „Wir sind erfreut, dass die Staatssekretärinnen und Staatssekretäre erkannt haben, dass die Einführung der zu niedrigen Standardeinheitskosten teilweise zu Defiziten bei den Personalkosten geführt hätte, und entsprechend reagiert haben.“

Der Paritätische Niedersachsen hatte kritisiert, dass die geänderte Berechnungsgrundlage der Personalkosten für die Träger der rund 100 Jugendwerkstätten in Niedersachsen, die junge Menschen mit sozialen Problemen und Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen,  zu gravierenden finanziellen Nachteilen geführt hätte. Die Unsicherheit über Höhe und Berechnung der Förderung hätte zudem vor allem kleinere Träger vor Probleme gestellt, da alle Ausgaben zunächst hätten vorfinanziert werden müssen, und hätte das „Aus“ für sie bedeutet.

„Zu begrüßen ist auch, dass die Wohlfahrtsverbände und andere Partner einbezogen werden sollen, um schnell ein möglichst praktikables Verfahren zu finden, wie künftig die Abrechnungen in ESF-Programmen mit weniger Verwaltungsaufwand durchgeführt werden können“, sagt Birgit Eckhardt. „Der Paritätische Niedersachsen bringt sich gerne mit seinem Fachwissen in die Diskussion ein, um eine Lösung zu finden, die den Trägern auskömmliches Arbeiten ermöglicht und so die Zukunft der Jugendwerkstätten im Sinne der jungen Menschen sicherstellt.“