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PMS 29/15 v. 25.08.2015

Krippenbetreuung: Paritätischer sieht dringenden Nachholbedarf bei Verbesserung von Qualität, Standards und Umsetzung der Inklusion!

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. sieht das Ergebnis des Landesmonitors Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann-Stiftung, laut dem Niedersachsen in der Krippenbetreuung den zweitschlechtesten Betreuungsschlüssel aller westdeutschen Bundesländer hat, realistisch: „Die Zahlen beschreiben den Zustand im März 2014, den wir seinerzeit immer wieder scharf kritisiert hatten“, erklärt Birgit Eckhardt, Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen. Die vom Paritätischen Niedersachsen geforderte Einführung der dritten Krippenkraft, die den Betreuungsschlüssel künftig verbessern wird, wurde erst später realisiert und entsprechend nicht in der Studie berücksichtigt. „Natürlich ist es ärgerlich, dass die dritte Kraft erst jetzt eingesetzt wird, dies hätte schneller gehen und schon unter der Vorgängerregierung umgesetzt werden können“, sagt Birgit Eckhardt.

Der Paritätische Niedersachsen sieht die Aufstockung der Fachkräfte in den Krippen allerdings nur als ersten Schritt in die richtige Richtung. „Die Landesregierung sollte sich nicht zu sehr mit der Aussicht auf bessere Betreuungsschlüssel schmücken“, sagt Birgit Eckhardt. „Die Verbesserung der Qualität der Betreuung, der Standards wie Raum- und Gruppengrößen sowie der Umsetzung der Inklusion in Krippen, Kindertagesstätten und Horten sind weitere Punkte, die zügig angegangen werden müssen, und die in der Diskussion um die Novellierung des Kindertagesstättengesetzes bisher keine große Rolle spielen. Das muss sich dringend ändern!“