Fragen und Antworten

Liquiditätssicherung

In den vergangenen Monaten wurde eine Vielzahl von Programmen auf der Bundes- und Landesebene auf den Weg gebracht und wir haben uns engagiert dafür eingesetzt, dass auch gemeinnützige Organisationen Zugang zu Zuschüssen und Krediten erhalten. Einen Überblick über die Programme (Stand: 19.01.2021) finden Sie hier.

Welche Möglichkeiten habe ich meine Liquidität in der Corona Krise abzusichern?

Es gibt folgende Hilfen des Landes und des Bundes:

► Kurzarbeitergeld (Ansprechpartner: Agentur für Arbeit). Dazu gibt es auch ausführliche Informationen unter dem Stichwort "Kurzarbeit" dieser FAQ.

► Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) Dazu gibt es ausführliche Informationen unter dem Stichwort "SodEG" dieser FAQ.

► Überbrückungshilfen des Bundes. Aktuelle Informationen zu den Überbrückungshilfen des Bundes finden Sie HIER. Ab Januar 2021 werden die Überbrückungshilfen fortgesetzt und erweitert. Informationen dazu finden Sie in dieser Anlage.

► Für den November und den Dezember 2020 wurden großzügige Hilfen beschlossen. Für berechtigte Organisationen besteht die Möglichkeit 75% des Umsatzes erstattet zu bekommen. Die wichtigsten Informationen hierzu sind in diesem Dokument zusammengefasst: Weitere Informationen finden Sie HIER.

► Niedersachsen Schnellkredit für Unternehmen bis 10 Beschäftigte. Siehe HIER.

► Niedersachsen-Schnellkredit gemeinnützige Organisationen: Es gibt jetzt (endlich) ein Kreditprogramm für gemeinnnützige Organisationen in Niedersachsen. Beantragt wird das Programm über die N-Bank. Es werden nicht nur Betriebsmittel gefördert, sondern auch Gehälter und Löhne. Der Kreditbetrag beträgt 10.000 € bis maximal 800.000 €. Die Darlehenlaufzeit beträgt 5, 7, oder 10 Jahre. Nähere Informationen finden Sie in dieser Produktinformation der N-Bank.

► Betriebsmittelkredit für eine Laufzeit von 4 Jahren mit ein bis zwei tilgungsfreien Jahren von der KFW (Bund) im Rahmen des IKU – Investitionskredit Kommunale und Soziale Unternehmen (148) (Merkblatt)

► Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen. Im November und Dezember 2020 wurde wieder die Möglichkeit der Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen eingeräumt (siehe hierzu auch das Schreiben des GKV-Spitzenverbandes vom 17.12.2020). Ob diese Maßnahmen auch im Januar 2021 gelten soll, ist noch nicht bekannt.

► Die eigene Hausbank ansprechen: Manche unserer Organisationen haben auch gute Unterstützung durch Ihre Hausbank erfahren. So besteht unter Umständen die Möglichkeit mit der Kredittilgung auszusetzen oder den Kreditrahmen zu erhöhen.

► Liquiditätshilfeprogramm für die Sozial- und Gesundheitswirtschaft der Bank für Sozialwirtschaft (Ansprechpartner: Bank für Sozialwirtschaft).

► Corona-Sonderprogramm für Solo-Selbstständige und Kultureinrichtungen. Dieses Programm ermöglicht auch Unterstützung in der Erwachsenenbildung. Informationen dazu finden Sie HIER.

► Es gab in Niedersachsen ein Corona-Sonderprogramm für Jugend- und Familienbildung und -erholung. Dieses Programm war zunächst begrenzt bis zum 30.9.2020. Dieses Programm wurde Anfang Oktober 2020 verlängert bis zum 30.4.2021. Mehr dazu siehe HIER.

► Außerdem gab es auf der Bundesebene ein Sonderprogramm für Kinder- und Jugendbildung und für Kinder- und Jugendarbeit. Auch dort wird eine Verlängerung des Programms aktuell diskutiert. Informationen zu diesem Programm finden Sie HIER.

► Der Bund startet einen Corona-Teilhabe-Fonds für Inklusionsbetriebe, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Sozialkaufhäuser und gemeinnützige Sozialunternehmen, die in den vergangenen Monaten hart von den Folgen der Pandemie betroffen waren, so eine Mitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Auch rund 900 Inklusionsbetriebe, in denen Menschen mit Schwerbehinderung arbeiten, litten unter Schließungen und Umsatzausfällen. Viele dieser Unternehmen konnten bisher nur eingeschränkt oder gar nicht von Corona-Hilfen profitieren. Der Deutsche Bundestag habe daher beschlossen, für die genannten Institutionen 100 Millionen Euro bereit zu stellen.

Das BMAS hat dazu nun eine Förderrichtlinie erlassen und Verwaltungsvereinbarungen mit den Bundesländern getroffen. Ab 1. Januar 2021 soll die Hilfe beim Integrationsamt des jeweiligen Bundeslandes für den Zeitraum September 2020 bis März 2021 beantragt werden können.

Eckpunkte der Förderung sind:

  • Zuschüsse aus dem Corona-Teilhabe-Fonds bestehen aus einer Liquiditätsbeihilfe in Höhe von 90 Prozent der betrieblichen Fixkosten, die nicht durch die Einnahmen gedeckt sind.
  • Die Beihilfe ist nicht von der Anzahl der Beschäftigten oder der Betriebsgröße abhängig und kann im Einzelfall bis zu 800.000 Euro betragen.
  • Erstattungsfähig sind auch Personalaufwendungen, die nicht durch Kurzarbeitergeld oder anderweitig gedeckt sind.
  • Die Förderung ist ausgeschossen, wenn der Liquiditätsengpass bereits durch eine andere staatliche Förderung ausgeglichen ist.
  • Antragsformulare stehen ab dem 1. Januar 2021 auf der Webseite der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter (www.integrationsaemter.de) zur Verfügung.
  • Anträge sind bis zum 31. März 2021 (Datum des Antragseingangs bei der Bewilligungsstelle) an das für den Ort des Sitzes des Antragsstellers zuständige Integrations-/Inklusionsamt zu richten.
  • Die Auszahlung der Liquiditätsbeihilfe erfolgt unverzüglich nach der Bewilligung.

Die entsprechende Richtlinie finden Sie HIER.

Für Mitgliedsorganisationen: Ihr Ansprechpartner zum Thema

Christoph Gruber

Sie sind Mitgliedsorganisation des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. und haben weitere Fragen zum Thema Liquidität?

Unser Referent Christoph Gruber hilft Ihnen gerne weiter.

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