Fragen und Antworten

Liquiditätssicherung

Wie kann ich meine Liquidität in der Corona Krise absichern?

Es gibt folgende Hilfen des Landes und des Bundes:

► Kurzarbeitergeld (Ansprechpartner: Agentur für Arbeit). Dazu gibt es auch ausführliche Informationen unter dem Stichwort "Kurzarbeit" dieser FAQ.

► Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) Dazu gibt es ausführliche Informationen unter dem Stichwort "SodEG" dieser FAQ.

► Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes für kleine Unternehmen (bis 49 Beschäftigte), Soloselbstständige und Angehörige freier Berufe. Gemeinnützige GmbHs und Vereine sind nicht ausgeschlossen, sofern sie wirtschaftlich tätig sind. Der Begriff wirtschaftlich tätig ist hier sehr weit gefasst, so dass viel unserer Mitgliedsorganisationen diesn Zuschuss bereits erhalten haben. Die Zuschusshöhe ist wie folgt gestaffelt:

    Bis zu 5 Beschäftigte bis zu 9.000 €
    Bis zu 10 Beschäftigte bis zu 15.000 €
    Bis zu 30 Beschäftigte bis zu 20.000 €
    Bis zu 49 Beschäftigte bis zu 25.000 €

Ansprechpartner: NBank. Die entsprechenden Informationen sind in dieser Produktinformation gut zusammengefasst. Die FAQ zu diesem Thema finden Sie ständig aktualisiert unter diesem Link.

► Niedersachsen Liquiditätskredit - Kredite für kleinere und mittlere Unternehmen (bis 10 Beschäftigte) bis 50.000 € des Landes Niedersachsen. Gemeinnützige Organisationen haben Zugang zu diesen Krediten, wenn sie einen realistischen Tilgungsplan vorlegen können. Genaue Informationen hierzu finden Sie unter diesem Link. Die zusammengefassten Produktinformationen finden Sie unter diesem Link.

► Betriebsmittelkredit für eine Laufzeit von 4 Jahren mit ein bis zwei tilgungsfreien Jahren von der KFW (Bund) im Rahmen des IKU – Investitionskredit Kommunale und Soziale Unternehmen (148) (Merkblatt)

► Kündigungsschutz von Mieterinnen und Mietern. Für Mietverhältnisse soll das Recht der Vermieter zur Kündigung von Mietverhältnissen eingeschränkt werden. Dies gilt sowohl für Wohn- als auch für Gewerberaummietverträge. Wegen Mietschulden aus dem Zeitraum zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 dürfen Vermieter das Mietverhältnis nicht kündigen, sofern die Mietschulden auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruhen. Die Verpflichtung der Mieter zur fristgerechten Zahlung der Miete bleibt hier jedoch bestehen. Dies gilt für Pachtverhältnisse entsprechend. Die Regelungen gelten zunächst bis zum 30. Juni 2020 und können unter bestimmten Voraussetzungen verlängert werden. Weitere Informationen finden Sie HIER.

► Zahlungsaufschub für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Kleinstunternehmen: Zugunsten von Verbraucherinnen und Verbrauchern und Kleinstunternehmen wird vorübergehend für bedeutsame Dauerschuldverhältnisse die Möglichkeit zur Leistungsverweigerung geschaffen, soweit sie ihre Leistungspflichten wegen der Folgen der COVID-19-Pandemie derzeit nicht erfüllen können. Damit wird für die Betroffenen gewährleistet, dass sie insbesondere von Leistungen der Grundversorgung wie Strom oder Telekommunikation nicht abgeschnitten werden, weil sie ihren Zahlungspflichten krisenbedingt nicht nachkommen können. Weitere Informationen finden Sie HIER.

► Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen. GKV – der Spitzenverband hat den Krankenkassen empfohlen Sozialversicherungsbeiträge im März 2020 und im April 2020 zu stunden, wenn alle anderen Möglichkeiten wie Kurzarbeit und Zuschüsse ausgeschöpft sind und die Liquidität der Unternehmen/Betriebe und Selbständigen trotzdem gefährdet ist. Ob diese Maßnahme verlängert wird, ist bis jetzt noch unsicher. Die Hintergründe zu diesen Maßnahmen sind vom GKV in diesem Dokument beschrieben. Außerdem finden Sie hier einen Musterantrag. Alle Rundschreiben und ausführliche Informationen des GKV finden Sie in diesem Anhang.

► Eventuell Kreditprogramme der KFW mit Haftungsfreistellung. Derzeit sind gemeinnützige Organisationen hiervon ausgeschlossen. Wir setzen uns dafür ein, dass dies geändert wird. (Ansprechpartner: KFW).

► Liquiditätshilfeprogramm für die Sozial- und Gesundheitswirtschaft der Bank für Sozialwirtschaft. Dort gibt es beschleunigte Kreditvergabeverfahren für Organisationen mit einer Gesamtverschuldung von bis zu 750.000 € und noch schneller für Organisationen mit einer Gesamtverschuldung von bis zu 250.000 €. Voraussetzung ist auch eine gewisse Bonität. (Ansprechpartner: Bank für Sozialwirtschaft)

► Eigene Hausbank ansprechen: Manche unserer Organisationen haben auch gute Unterstützung durch Ihre Hausbank erfahren. So besteht unter Umständen die Möglichkeit mit der Kredittilgung auszusetzen oder den Kreditrahmen zu erhöhen.

Für Mitgliedsorganisationen: Ihr Ansprechpartner zum Thema

Christoph Gruber

Sie sind Mitgliedsorganisation des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. und haben weitere Fragen zum Thema Liquidität?

Unser Referent Christoph Gruber hilft Ihnen gerne weiter.

05 11 /5 24 86-323