Nancy Preuß |

Interview mit Nancy Preuß

Kaufmännische Angestellte

  • Warum war Ihnen die Arbeit im sozialen Bereich wichtig?
    • Ich habe mich für einen sozialen Beruf entschieden, weil ich gerne direkt mit Menschen arbeite, ihnen helfen und sie unterstützen möchte. Ich finde es inspirierend, eine große Vielfalt um mich herum zu haben. Das Schöne an einer Arbeit im sozialen Bereich ist, dass man viel geben kann, aber auch unglaublich viel zurückbekommt.
  • Was waren Ihre bisherigen beruflichen Schritte?
    • Nach meinem Realschulabschluss habe ich das Abitur am Berufsgymnasium für Gesundheit und Soziales gemacht. Im Anschluss daran folgten der Bundesfreiwilligendienst beim Paritätischen und ein Jahr später meine Ausbildung hier als Kauffrau für Büromanagement. Seit zweieinhalb Jahren bin ich nun kaufmännische Angestellte in einem der Paritätischen Kreisverbände.
  • Warum haben Sie sich damals für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und dann die Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement entschieden?
    • Das mit dem Bundesfreiwilligendienst hat sich eher durch einen Zufall ergeben. Wir haben damals eine Schulbegleitung für meinen Bruder gesucht und bei dem Gespräch bin ich auf den Paritätischen aufmerksam geworden. Da ich nicht genau wusste, was ich machen möchte nach dem Abitur - ein Studium im sozialen Bereich oder lieber doch eine Ausbildung - da habe ich mir gedacht, dass der BFD eine gute Möglichkeit wäre, dies herauszufinden. Die Arbeit hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich nach dem Bundesfreiwilligendienst unbedingt eine Ausbildung machen wollte und mit Glück konnte ich diese dann auch beim Paritätischen machen.
  • Was war Ihr persönliches Highlight während Ihrer Ausbildungszeit?
    • Die ersten Monate waren sehr aufregend. Viele neue Menschen und anspruchsvolle Aufgaben erwarteten mich. Da gab es immer mal wieder kleine Highlights. Aber mein persönliches Highlight war die Übernahme nach meiner Ausbildung. Es war wirklich lange nicht klar, ob ich übernommen werden konnte und ich wollte unbedingt beim Paritätischen bleiben. Als ich die Nachricht bekam, dass ich übernommen werde und das auch noch Vollzeit, sind sogar Freudentränen geflossen.
  • Wie sieht Ihr Arbeitsalltag jetzt aus?
    • Kein Tag ist wie der andere! Dadurch, dass meine Stelle sich auf drei Bereiche aufteilt, habe ich jeden Tag immer etwas anderes zu tun. Außerdem kann man morgens nie wissen, was der Tag so bringt. Auf jeden Fall ist mein Arbeitsalltag nie langweilig.
  • Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am besten?
    • Definitiv die Vielseitigkeit. Ich habe in der ganzen Zeit, in der ich in diesem Beruf arbeite, so viele verschiedene Bereiche und auch Menschen kennengelernt.
  • Was treibt Ihnen Schweißperlen ins Gesicht?
    • Ich bin eigentlich selten aus der Ruhe zu bringen. Aber es gibt natürlich wie überall Tage, wo einfach alles schief geht - die Telefonanlage ist defekt, das Büro ist unterbesetzt und dann ist irgendwo noch ein Notfall - und das sind die Momente, in denen ich manchmal nicht mehr weiß, wo mir der Kopf steht und es mir die Schweißperlen ins Gesicht treibt. Aber trotzdem kriegen wir als Team alles geschafft.
  • Was macht den Paritätischen als Arbeitgeber aus?
    • Die große Vielfalt an Arbeitsfeldern und das immer nah am Menschen. Man ist Teil eines motivierten und freundlichen Teams. Außerdem legt der Paritätische großen Wert auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hinzu kommen umfangreiche Sozialleistungen wie Altersversorgung und Krankengeldzuschuss.
  • Welche Fähigkeiten konnten Sie durch Ihre Arbeit ausbauen?
    • Natürlich lernt man nie aus und entwickelt sich weiter. Aber in der Zeit, die ich nun beim Paritätischen bin, habe ich meine Selbstbeobachtung und mein Urteilsvermögen stark ausgebaut. Ich habe gelernt, mich noch besser zu reflektieren und meine eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen. Dadurch kann ich Situationen besser erfassen, interpretieren und einordnen. Auch die Verantwortung wächst mit jedem Jahr weiter, das man in einem Unternehmen ist.

Auszubildende und Mitarbeiter im Freiwilligendienst

Ankica Dragic

Assistenz der Regionalgeschäftsführung

Der Beruf ist sehr vielseitig aufgebaut und bietet eine Menge Perspektiven.