Interview mit Peter Hein

Fahrer der Betreuungsgruppe für Demenzkranke

  • Was waren Ihre bisherigen beruflichen Schritte?
    • Früher war ich internationaler Fernfahrer. Dies ist aber aufgrund der langen Reisen sehr anstrengend gewesen. Als ich 55 Jahre alt war, habe ich mich dann für ein Praktikum beim Paritätischen entschieden und bin anschließend als Fahrer für Essen auf Rädern eingestiegen. Inzwischen bin ich in Rente und arbeite noch 2 Tage die Woche auf geringfügiger Basis für den Kreisverband.
  • Was sind aktuell Ihre Aufgaben beim Paritätischen?
    • Zum einen bin ich der Fahrer für die Betreuungsgruppe für Demenzkranke und nebenher kümmere ich mich noch um die Dienstwagen der Kollegen und Kolleginnen. Ich bringe sie in die Waschanlage oder in die Werkstatt und kleinere Dinge repariere ich auch selbst. Außerdem erledige ich die Einkäufe für Materialien und Verpflegung für unseren Kreisverband.
  • Was war der schönste Moment, den Sie im Arbeitsalltag erlebt haben?
    • Vor dem Paritätischen hatte ich eine Zeit lang immer nur Teilzeit- und Aushilfstätigkeiten und war in Therapie. Der schönste Moment war dann, als ich nach meinem Praktikum den Anruf erhalten habe, dass ich eine Festanstellung bekommen würde und direkt beim Paritätischen starten könnte. Es war ein tolles Gefühl – ich war endlich wieder integriert und hatte wieder festen Boden unter den Füßen.
  • Was ist das ausschlaggebendste Argument, warum Sie gerne zur Arbeit kommen?
    • Das ist das Umfeld beim Paritätischen. Ich verstehe mich sehr gut mit allen und kann mich bei Fragen immer an meine Kollegen und Kolleginnen wenden. Wir sind wie eine kleine Familie, jeder wacht über den anderen. Das ist wirklich einzigartig, wie toll ich hier aufgenommen wurde.
  • Was möchten Sie zukünftigen Bewerbern und Bewerberinnen mit auf den Weg geben?
    • Sie sollten sich für die Arbeit begeistern und mit Leib und Seele dabei sein. Mit dem Alter verändern sich auch die Sicht- und Denkweisen und es ist so wichtig, sich in das, was man hat, reinzuknien und voll dabei zu sein. Früher hätte ich nie gedacht, dass ich einmal in einem sozialen Umfeld tätig sein würde und heute kann ich es mir gar nicht mehr wegdenken.
  • Wo trifft man Sie außerhalb der Arbeit?
    • Ich beschäftige mich viel mit aktuellen Nachrichten. Außerdem besuche ich gerne meine Familie in Schottland. Meine Mutter kommt von dort und deshalb fahre ich oft in ihre ehemalige Wohngegend zurück.

Berufseinsteiger

Einst 3

Referentin Pflege

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