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Neue Wege gehen: Übergänge in den ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen gut gestalten

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Paritätischer Niedersachsen und LAG Arbeit, Bildung, Teilhabe Niedersachsen (LAG A|B|T) brachten Akteur*innen aus Werkstätten, Politik, Verwaltung und Wirtschaft zusammen.

Wie können Übergänge aus Werkstätten für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt besser gelingen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Fachtag „Gutes Übergangsmanagement gestalten – Ergebnisse, Perspektiven und Reformimpulse für Niedersachsen und Bremen“, zu dem der Paritätische Niedersachsen und die LAG A|B|T am 27. Oktober 2026 über 120 Teilnehmende begrüßen konnten. Das große Interesse verdeutlichte die hohe Bedeutung des Themas für die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen fachliche Impulse, Praxisbeispiele und der Austausch über erfolgreiche Übergänge. Beiträge zum Budget für Arbeit, zur Inklusion in Kita-Teams, zum Mentorenmodell der Heilpädagogischen Hilfen Osnabrück sowie zum Rückkehrmanagement zeigten unterschiedliche Möglichkeiten auf, berufliche Perspektiven zu eröffnen und Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachhaltig zu begleiten.

Victoria Schwertmann, Fachberaterin beim Paritätischen Niedersachsen, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit vor Ort: „Der heutige Fachtag hat deutlich gezeigt, wie wichtig die Vernetzung vor Ort ist, um Übergänge weiter gestalten zu können. Wenn Werkstätten, Leistungsträger, Arbeitgeber*innen und weitere Akteur*innen zusammenarbeiten, können wir individuelle Perspektiven eröffnen und berufliche Teilhabe konkret ermöglichen.“

Anja Rinck, Geschäftsführerin der LAG A|B|T, unterstrich die Bedeutung der Werkstätten und die gemeinsame Verantwortung für gelingende Übergänge: „Werkstätten für behinderte Menschen leisten einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Teilhabe und eröffnen individuelle Entwicklungsperspektiven. Das wurde heute insbesondere in vielen Praxisbeispielen sehr sichtbar. Damit noch mehr Übergänge gelingen, braucht es das gemeinsame Engagement von Werkstätten, Leistungsträgern, Wirtschaft und Politik. Berufliche Teilhabe ist eine gemeinsame Verantwortung.“

Auch die Perspektive der Werkstattbeschäftigten wurde beim Fachtag deutlich. Nicole Kaiser von den Werkstatträten machte auf den Bedarf an verständlichen Informationen und konkreter Unterstützung aufmerksam: „Werkstattbeschäftigte sollten vor Ort noch besser über das Budget für Arbeit informiert werden. Dafür braucht es verständliche Informationen, persönliche Beratung und konkrete Unterstützung bei den nächsten Schritten. So können mehr Menschen ihre beruflichen Möglichkeiten kennenlernen und den Übergang in eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erfolgreich gestalten.“

Die Veranstaltung machte deutlich: Erfolgreiche Übergänge benötigen mehr als einzelne Instrumente. Entscheidend sind individuelle Begleitung, verlässliche Kooperationen und Rahmenbedingungen, die Menschen mit Behinderungen echte berufliche Perspektiven eröffnen.

Der Fachtag bot den Teilnehmenden Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, bestehende Ansätze kennenzulernen und Impulse für die weitere Zusammenarbeit in Niedersachsen und Bremen mitzunehmen.