Kälteeinbruch - Paritätischer Niedersachsen fordert umfängliche Hilfen für wohnungslose Menschen
Statement Kerstin Tack, Vorsitzende Der Paritätische Niedersachsen
„Die anhaltende Kälte ist für obdachlose Menschen in Niedersachsen eine akute Lebensgefahr. Wer bei Minusgraden auf der Straße lebt, ist real in Not. Kälte, Nässe und fehlender Schutz lassen den Körper schnell auskühlen – mit teils tödlichen Folgen.
Jetzt kommt es darauf an, dass niemand wegschaut. Jede Begegnung kann Leben retten: Menschen ansprechen, Hilfe anbieten und bei gesundheitlichen Warnzeichen sofort den Notruf wählen. Zugleich braucht es verlässliche Schutzangebote vor Ort – etwa geöffnete Notunterkünfte, Wärmestuben und Nachtcafés, Kältebusse mit warmen Mahlzeiten und medizinischer Erstversorgung sowie kostenfreie Fahrkarten, damit Hilfesuchende diese Angebote auch erreichen können.
Die Kommunen in Niedersachsen müssen diese Hilfen kurzfristig ausweiten, niedrigschwellig zugänglich machen und auf ordnungsbehördliche Verdrängung konsequent verzichten. Gleichzeitig gilt: Kältehilfe kann nur ein Notbehelf sein. Wohnungslosigkeit lässt sich dauerhaft nur durch eine konsequente Wohnungs- und Sozialpolitik überwinden.“
► Schnelle Online-Hilfe: Betroffene und alle Bürger*innen, die in der Not helfen wollen, können in die Suchleiste ihres Internet-Browsers das Wort "Kältehilfe" und den Namen der Stadt eingeben.

