Schule ist mehr als Unterricht
Zum Beginn des Schulhalbjahres Infrastruktur für Klassenfahrten sichern: Schullandheime, Bildungsstätten und Jugendherbergen jetzt retten.
Mit dem Start des neuen Schulhalbjahres am 04. Februar 2026 erinnert der Paritätische Niedersachsen daran, dass Schule weit mehr ist als Unterricht im Klassenzimmer. Schul- und Klassenfahrten sind ein zentraler Bestandteil ganzheitlicher Bildung. Damit sie auch künftig für alle Schüler*innen möglich bleiben, braucht es dringend finanzielle Unterstützung für Schullandheime, Jugendbildungsstätten und Jugendherbergen.
„Hier ist das Land in der Plicht: Wir brauchen eine passgenaue Förderung – für Sanierung und laufende Kosten. Die Häuser, die auch Arbeitskräfte und Wirtschaftskraft in meist strukturschwachen Gebieten sicherstellen, müssen endlich ausreichend unterstützt werden“, sagt Kerstin Tack, Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen.
Schullandheime, Jugendbildungsstätten und Jugendherbergen bieten sowohl jungen Menschen in der Jugendarbeit nach SGB VIII als auch im schulischen Kontext einzigartige Möglichkeiten für mehrtägige Bildungs- und Begegnungsfahrten. Klassenfahrten stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Klasse, fördern soziale Kompetenzen und ermöglichen demokratisches Handeln im gemeinsamen Alltag.
Doch die Einrichtungen in Niedersachsen stehen unter massivem finanziellem Druck. Kostensteigerungen durch Inflation sowie gestiegene Energie-, Personal- und Sachkosten können nicht uneingeschränkt an die Nutzer*innen weitergegeben werden. Schulklassen müssen jedoch als gesamte Lerngruppen an Fahrten teilnehmen können. Seminarfahrten der Jugendarbeit müssen für alle Interessierten bezahlbar sein. Gerade für Familien, die keine öffentliche Förderung erhalten, wird die Finanzierung von Klassenfahrten zunehmend zur Herausforderung.
„Jugendbildungsstätten, Jugendherbergen und Schullandheime sind ein unverzichtbarer Bestandteil ganzheitlicher Bildung: Sie fördern soziale Kompetenzen, Selbstständigkeit und Gemeinschaftssinn – weit über den klassischen Unterricht hinaus. Sie liegen häufig in räumlicher Nähe zu Schulen und Herkunftskommunen der Jugendgruppen und unterscheiden sich damit deutlich von kommerziellen Angeboten wie Hostels oder Hotels“, betont Kerstin Tack.
Im Paritätischen Niedersachsen sind insgesamt 75 Schullandheime, Bildungsstätten und Jugendherbergen organisiert. Ihr Erhalt ist eine Investition in Bildungsgerechtigkeit, soziale Teilhabe und das gelingende Aufwachsen junger Menschen.
► Unseren Brief an die Landespolitik “Junge Lernorte retten – Sondervermögen darf Schullandheime, Jugendbildungsstätten und Jugendherbergen nicht weiter ignorieren” finden Sie auf dieser Seite.
► Unseren Fachbereich “Schullandheime und Bildungsstätten” finden Sie hier.

