Digitale Gewalt im Fokus: Schutz, Intervention und interdisziplinäre Kooperation

FACHTAG
Kostenlos * Ermäßigte Preise gelten für Mitglieder, Nachweis bei der Anmeldung erforderlich, zzgl. Mehrwertsteuer
Thema: Fachwissen, Persönliche Fähigkeiten erweitern, Recht,
Online-Event

Standort:

Kulturzentrum PavillonLister Meile 430161 HannoverRaum: Kleiner Saal
Online-Event

Termine:

05.11.2026 , 10:00 - 15:00 Uhr
Anmeldeschluss: 04.11.2026 Insgesamt 82 freie Plätze.
Buchungsnummer: 467
Digitale Gewalt ist allgegenwärtig – doch wie können wir wirksam schützen und handeln? Die Veranstaltung beleuchtet Formen geschlechtsspezifischer (sexualisierter) digitaler Gewalt und vermittelt praxisnahe Strategien für Prävention, Intervention und Unterstützung von Betroffenen. Ziel der Veranstaltung ist es, Fachwissen zu vertiefen, Handlungssicherheit zu stärken und praxisnahe Strategien für den Umgang mit (sexualisierter) digitaler Gewalt zu erwerben.

Programm

10:00 Uhr Geschlechtsspezifische digitale Gewalt, Prof. Dr. Nivedita Prasad (Alice Salomon Hochschule Berlin)
Im Rahmen des Vortrags wird es einen Überblick über digitale Formen geschlechtsspezifischer Gewalt geben und erläutert, warum eine Differenzierung zwischen analoger und digitaler Gewalt der Praxis nicht gerecht wird. Mögliche Formen der Prävention und Intervention werden vorgestellt, Schutzlücken in Deutschland benannt und beispielhaft internationale guten Praxis dargestellt.

11:00 Uhr Don´t get silent – Umgang mit sexualisierter digitaler Gewalt, Ella Lassner (HateAid)
Zu Beginn des Vortrags wird die gemeinnützige Organisation HateAid vorgestellt, die sich für Menschenrechte im digitalen Raum einsetzt. Ausgehend von den Erfahrungen aus der HateAid-Betroffenenberatung werden zentrale Erscheinungsformen vorgestellt, mit besonderem Fokus auf sexualisierter digitaler Gewalt. Ziel des Vortrags ist es, einen umfassenden Überblick über verschiedene Phänomene sexualisierter Gewalt im digitalen Raum zu geben, ihre Dynamiken sichtbar zu machen und die gesellschaftspolitische Relevanz deutlich herauszustellen. Darüber hinaus werden konkrete Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit sexualisierter digitaler Gewalt aufgezeigt.

12:00 Uhr Mittagspause und Zeit für Vernetzung

13:00 Uhr Workshops:
Workshop 1: Digitale (Ex-)Partnerschaftsgewalt in Beratung und Frauenhausarbeit: Handlungskonzepte und praxisnahe Materialien für die Unterstützungsarbeit, Ophélie Ivombo (FHK)
In diesem Workshop wird Fachkräften, die mit Betroffenen von Partnerschaftsgewalt arbeiten, ein Einstieg und Austausch zum Thema digitale (Ex-)Partnerschaftsgewalt in der Beratungsarbeit ermöglicht.

Sie erfahren welche digitalen Gewaltformen im Frauenhaus häufig auftreten, welche Auswirkungen diese haben und wie guter Schutz für Betroffene gestaltet werden kann. Außerdem erhalten Teilnehmende einen Einblick in das Fachkräfteportal „Sicher gegen digitale Gewalt“. Anhand von Materialien für die Beratungsarbeit tauschen sich die Teilnehmenden dazu aus, was sich in ihrer praktischen Arbeit gegen digitale (Ex-)Partnerschaftsgewalt bewährt hat und wo Herausforderungen bestehen.

Workshop 2: Krisenfest im digitalen Raum: Erstellung eines Individuelle Schutz- und Handlungsplanes bei digitaler Gewalt, Ella Lassner (HateAid)
Digitale Gewalt kann jede und jeden treffen! HateAid setzt sich für Menschenrechte im digitalen Raum ein und unterstützt Menschen, die dort angegriffen werden. Fokus des Workshops liegt darauf einen individuellen Krisenplan zu erstellen und die Inhalte des Vortrags nochmal zu vertiefen.  Ziel des Workshops ist es, Teilnehmende für die unterschiedlichen Erscheinungsformen digitaler Gewalt zu sensibilisieren.

15:00 Uhr Ende des Fachtages

Referent*innen

Marie Plinke

Referentin Frauen und Familie beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V.

Referent*innen

Prof. Dr. Nivedita Prasad

Professorin für Handlungsmethoden Sozialer Arbeit und genderspezifische Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin

Referent*innen

Ophélie Ivombo

Referentin beim Dachverband Frauenhauskoordinierung e.V.

Referent*innen

Ella Lassner

Bildungsreferentin bei HateAid gGmbH