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Über 2,5 Millionen Euro Spenden für Suchthilfe in Norddeutschland

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Große Freude über überwältigendes Spendenergebnis: NDR Intendant Hendrik Lünenborg (Mitte) überreicht den symbolischen Scheck über die Gesamtspendensumme an den Paritätischen. Von links: Silke Gerike, Verbandsratsvorsitzende des Paritätischen Niedersachsen, Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Kerstin Tack, Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen und Kurt Spannig, Verbandsratsvorsitzender des Paritätischen Niedersachsen. Bildquelle: NDR

Die NDR-Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland – Leben ohne Sucht“ hat über 2,5 Millionen Euro für die Suchthilfe des Paritätischen Wohlfahrtsverbands erbracht. Am Dienstag übergab NDR Intendant Hendrik Lünenborg in Hamburg einen symbolischen Scheck an den Paritätischen. Das Geld kommt zu 100 Prozent den Suchthilfe-Projekten der Mitgliedsorganisationen in den norddeutschen Paritätischen Landesverbänden in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zugute.

„Über 2,5 Millionen Euro für Menschen in schwierigen Lebenssituationen – das ist ein überwältigendes Zeichen der Solidarität und wir bedanken uns von Herzen bei allen Spender*innen", sagte Kerstin Tack, Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen. „Diese Spenden stärken auch die Arbeit unserer Mitgliedsorganisationen in Niedersachsen, die täglich für Menschen mit Suchterkrankungen da sind. Sie sind die wahren Held*innen der Suchthilfe: mit ihrem Fachwissen, ihrer Ausdauer und ihrem starken Einsatz ermöglichen sie Unterstützung dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird."

Die Spenden fließen in Projekte der Paritätischen Mitgliedsorganisationen, die das gesamte Spektrum der Suchthilfe abdecken: von Präventionsarbeit in Schulen über Sucht-Beratungsstellen und Substitutionsambulanzen bis zu therapeutischen Wohngemeinschaften und Nachsorgeangeboten. Die Projekte erreichen alle Altersgruppen und arbeiten sowohl mit stoffgebundenen Süchten wie Alkohol, Drogen und Medikamenten als auch mit Verhaltenssüchten wie Medien-, Glücksspiel- oder Kaufsucht.

Besonders im Fokus stehen dabei auch die rund drei Millionen Kinder in Deutschland, die mit mindestens einem suchtbelasteten Elternteil aufwachsen. Für sie bieten paritätische Organisationen spezielle Unterstützungsangebote, ebenso wie für Angehörige und Menschen, die bisher keinen Zugang zum Hilfesystem gefunden haben.

„Ebenso wichtig wie das Geld ist die öffentliche Aufmerksamkeit, die das Thema durch diese Aktion bekommen hat", betonte Tack. „Sucht darf kein Tabu sein." Suchterkrankungen gehören neben Angststörungen und Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland, sind aber noch immer stark stigmatisiert. Das hält viele Betroffene davon ab, Hilfe zu suchen.

Die NDR Benefizaktion lief vom 1. bis 12. Dezember 2025, das Spendenkonto blieb bis Ende Januar geöffnet. Höhepunkt war der Spendentag am 12. Dezember mit prominenter Unterstützung an den Spendentelefonen.

„Unser Dank gilt dem NDR für die hervorragende Zusammenarbeit und allen Spenderinnen und Spendern für ihre großartige Unterstützung unserer Arbeit in ganz Norddeutschland", würdigte Tack das Engagement. 


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