Diese weiterbildungsorientierte Qualifizierung richtet sich an Fachkräfte aus sozialen Einrichtungen, die ihre Kompetenzen im Bereich des Gewaltschutzes stärken, eine klare Haltung entwickeln und diese in ihrer Einrichtung effektiv umsetzen möchten.
Ziel ist es, die Teilnehmenden in ihrer Rolle als Präventionsbeauftragte zu befähigen, präventiv, reflektiert und verantwortungsvoll zu handeln, um eine sichere und gewaltfreie Umgebung für Zielgruppen, Angehörige und Mitarbeitende zu schaffen. Lernziele:
- Entwicklung und Weitergabe einer professionellen Haltung zum Thema Gewaltschutz
- Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung eines wirksamen Gewaltschutzkonzepts in der eigenen Einrichtung
- Förderung einer Feedbackkultur innerhalb des Teams
- Vertiefung des Verständnisses für die Bedeutung von Gewaltschutz und dessen praktische Implementierung
Die Veranstaltung umfasst folgende Bestandteile:
- 5 Präsenzmodule
- Hausaufgabenkontrolle & Ansprechbarkeit der Referentinnen zwischen den Modulen
- Onlinecoachings
- 2 zweistündige, digitale Intervisionstreffen nach 3 und 6 Monaten (Termin wird gemeinsam bestimmt)
Inhalte
MODUL 1 - Gewaltschutz ist Gesetz(t)! - 27.08.2026 10:00 bis 17:00 Uhr
- Geschichte und Entwicklung von Schutzkonzepten
- Rechtliche Grundlagen im Gewaltschutz
- Bausteine eines Schutzkonzepts mit partizipativer Umsetzung
- Methoden der Risiko- und Ressourcenanalyse (z.B. Raumgestaltung, Sicherheitsmaßnahmen)
MODUL 2 - Gewaltschutz ist unausweichlich und alternativlos - 10.09.2026 10:00 bis 17:00 Uhr
- Formen von Gewalt (strukturell, körperlich, psychisch, sexualisiert, subtil)
- Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zu Gewalt in sozialen Einrichtungen
- Strategien von Täter*innen und Groomingprozesse
- Subtile Machtstrukturen in sozialen Einrichtungen
- Traumasensibles Arbeiten
MODUL 3 - Gewaltschutz ist Haltungsarbeit - 08.10.2026 10:00 bis 17:00 Uhr
- Zusammenhang zwischen Haltung und Schutz
- Selbstreflexion und Teamreflexion
- Methoden und Instrumente zur Entwicklung einer gewaltpräventiven Haltung
- Gestaltung einer Teamsitzung zum Thema Haltung (z.B. Einsatz von Methodenkarten)
MODUL 4 - Beauftragt(e) für Gewaltschutz - 19.11.2026 10:00 bis 17:00 Uhr
- Rolle und Aufgaben
- Chancen und Grenzen der Rolle
- Sensibel für Traumata und Trigger
- Sicherer Räume im Team schaffen
- Eigene Stärken und Entwicklungspotenziale
- Aufbau nachhaltiger Strukturen (z.B. Konzeptentwicklung, Handlungsleitfäden, Kommunikationsstrukturen)
MODUL 5 - Gelebter Gewaltschutz durch Präventionsbeauftragte - 10.12.2026 10:00 bis 17:00 Uhr
- Aufgaben und Verantwortlichkeiten entlang des Schutzkonzepts
- Proaktive Raum- und Umfeldanalyse
- Überprüfung und Weiterentwicklung von Verhaltensampeln
- Kooperationen, Netzwerke und externe Kontakte
- Beteiligung an Personalprozessen (z.B. Einstellungsgespräche, Fallberatung, Einarbeitung)
- Aufklärung, Sensibilisierung und Elternarbeit
- Präsentations- und Schulungsangebote zum Schutzkonzept
Sie erhalten am Ende ein Schulungszertifikat (Voraussetzung: Teilnahme an allen Modulen und Verfassen der Hausaufgaben zu den Modulen)
Zielgruppe:
- Fachkräfte aus sozialen Einrichtungen (z.B. Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen, pädagogische Fachkräfte)
Voraussetzungen:
- Abgeschlossene Ausbildung im sozialen Bereich oder Studium (Soziale Arbeit, Erziehungswissenschaften, Heilpädagogik, Inklusionspädagogik)
- Mindestens 3 Jahre Berufserfahrung
- Interesse am Thema Gewaltprävention
- Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen (Leitungstätigkeit nicht Voraussetzung)
BARRIEREFREIHEIT
Sie benötigen ein barrierefreies Angebot? Kontaktieren Sie uns bis spätestens 25 Tage vor der Veranstaltung. Gern setzen wir uns dafür ein, dass Sie bestmöglich teilnehmen können.