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Energiekosten: Tipps für Haushalte und Forderungen an die Politik - Paritätischer und SoVD in Niedersachsen veröffentlichen Info-Flyer

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PM 27/22 v. 29.07.2022

Viele Menschen in Niedersachsen wissen nicht, wie sie die deutlich steigenden Kosten für Strom und Gas in den kommenden Monaten bezahlen sollen. Besonders trifft das auf Menschen mit kleinen Einkommen zu, die der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen vertreten. Die Verbände haben nun in einem Informations-Flyer Tipps veröffentlicht, die Haushalte motivieren sollen, bewusst mit Energie umzugehen und so die eigenen Wohnnebenkosten zu reduzieren. Der Flyer umfasst zudem politische Forderungen: Auch wenn jede*r etwas tun könne, um den eigenen Energieverbrauch zu senken, müsse auch dringend politisch gehandelt werden, um die Menschen zu entlasten, so die beiden Verbände.

„Unsere Mitglieder, die Erwerbsminderungsrenten beziehen oder von der Grundsicherung im Alter leben, schränken sich ohnehin stark ein und haben keinen finanziellen Spielraum, um sich zunächst besonders energiesparende Haushaltsgeräte zu kaufen“, schildert Bernhard Sackarendt, Vorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Der Flyer mit sieben Energie-Spartipps, den der SoVD und der Paritätische jetzt gemeinsam veröffentlicht haben, möchte Menschen daher darüber informieren, wie sich der Energieverbrauch ohne großen Aufwand und ohne Anschaffungskosten wirksam senken lässt.

Zugleich sei den Verbänden bewusst, dass zahlreiche Haushalte dennoch in finanzielle Schwierigkeiten geraten werden. „Viele Menschen können ihren Verbrauch nicht noch weiter einschränken und werden hohe Nachzahlungen für Gas und Strom aufbringen müssen. Die Landesregierung muss vorausschauend handeln und Menschen in diesen Fällen konkret helfen“, sagt Kerstin Tack, Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen. Sie und Sackarendt sprechen sich daher für die Einrichtung eines Notfallfonds des Landes aus. Zudem fordern die beiden Verbände eine Deckelung der Energiepreise, damit sich alle Bürger*innen auch zukünftig einen Grundbedarf an Strom und Gas zu gesicherten Preisen leisten können.

Den Flyer mit Energie-Spartipps und politischen Forderungen zur Bewältigung der Energiekrise verteilen die beiden Verbände an Betroffene, Interessierte und Mitglieder. Er kann außerdem online auf dieser Seite sowie unter www.paritaetischer.de/energiespartipps abgerufen und im DIN-A4-Format ausgedruckt werden.