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PM 27/21 v. 10.09.2021

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„Wohnen für alle ist möglich“: Paritätischer beteiligt sich an Protest für eine bessere Mieten- und Wohnungspolitik

15 Tage vor der Bundestagswahl geht morgen der Paritätische gemeinsam mit Mieter*inneninitiativen und -vereinen, stadtpolitischen Gruppen, Gewerkschaften und Verbänden aus dem gesamten Bundesgebiet in Berlin auf die Straße. Das Ziel: die zukünftige Bundesregierung zu einem deutlichen Kurswechsel in der Mieten- und Wohnungspolitik aufzufordern.

„Wohnen ist ein Menschenrecht, und daher brauchen wir bezahlbaren Wohnraum für alle“, sagt Rainer Flinks, Vorstand Wirtschaft und Finanzen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachen e.V. „Die Politik muss endlich wirksam handeln und die Spekulation mit Wohnraum und Bauland stoppen.“

Angesichts explodierender Mietpreise, einer verfehlten Wohnungspolitik und dem scheinbar unstillbaren Profitinteresse der Immobilienkonzerne müssen Menschen immer größere Teile ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Laut aktuellen Studien sind 11,4 Millionen Menschen in Deutschland von ihren Wohnkosten überlastet und geben mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für Wohnen aus. Während die Preise für Bauland und Baustoffe in ungeahnte Höhen schießen, versagen gleichzeitig staatliche Regulierungsinstrumente wie die sogenannte Mietpreisbremse – oder werden wie im Fall des Berliner Mietendeckels vor Gericht kassiert.

Wer mit dieser Entwicklung der Mietpreise nicht mehr mithalten kann, verliert nicht nur seine Wohnung und damit den Schutz der eigenen vier Wände, sondern wird auch aus seinem gewohnten Lebensumfeld und den damit zusammenhängenden sozialen Kontakten gerissen und verdrängt. Leidtragende sind längst nicht mehr nur einkommensarme Menschen. Die Wohnungsnot hat längst die Mitte unserer Gesellschaft erreicht.